und
Ein Term ist ein mathematischer Rechenausdruck. Er enthält Zahlen, Rechenzeichen, Klammern und manchmal Variablen. Ein Term besitzt kein Gleichheitszeichen.
sind Terme. Dagegen ist
eine , weil ein Gleichheitszeichen vorkommt.
1. Bestandteile eines Terms erkennen
Im Term
haben die Zeichen verschiedene Aufgaben:
- ist die Variable. Sie steht für eine Zahl, deren Wert sich ändern kann.
- ist der Koeffizient von . Er gibt an, wie oft genommen wird.
- bedeutet .
Ein Term wird an Plus- und Minuszeichen in einzelne Glieder zerlegt. Dabei bleiben Vorzeichen bei ihren Gliedern:
Merksatz: Ein Vorzeichen gehört immer zum unmittelbar folgenden Glied.
2. Terme aus Texten bilden
Beim Übersetzen eines Textes wird nicht sofort gerechnet. Zuerst werden die sprachlichen Bausteine geordnet.
Ausführliches Beispiel
„Das Dreifache einer Zahl, vermindert um “
- Für die unbekannte Zahl wird gewählt.
- Das Dreifache der Zahl ist .
- „Vermindert um “ bedeutet, dass subtrahiert wird.
Der Term lautet:
Nun ein ähnlicher, aber anderer Text:
„Das Dreifache der um verminderten Zahl“
- Zuerst wird die Zahl um vermindert: .
- Danach wird dieser ganze Ausdruck verdreifacht.
Der Term lautet:
Die Klammer ist notwendig. Ohne Klammer würde nur , nicht aber , verdreifacht.
3. Gleichartige Glieder zusammenfassen
Zwei Glieder sind gleichartig, wenn ihr Variablenteil vollständig übereinstimmt.
- und sind gleichartig.
- und sind gleichartig.
Ausführliches Beispiel
Der Term
soll vereinfacht werden.
Schritt 1: Glieder mit derselben Variable gruppieren.
Schritt 2: Koeffizienten der -Glieder verrechnen.
Schritt 3: Konstante Glieder verrechnen.
Damit gilt insgesamt:
und dürfen nicht weiter zusammengefasst werden, weil nur eines der beiden Glieder die Variable enthält.
4. Multiplikation von Variablen
Bei der Multiplikation gelten dieselben Regeln wie bei Zahlen.
Ein häufiger Fehler ist
bedeutet . Dagegen bedeutet das Produkt .
Für Zahlenfaktoren gilt:
5. Klammern ausmultiplizieren
Steht ein Faktor vor einer Klammer, wird jedes Glied in der Klammer mit diesem Faktor multipliziert.
Ausführliches Beispiel
Schritt 1: Erstes Klammerglied multiplizieren.
Schritt 2: Zweites Klammerglied multiplizieren.
Schritt 3: Ergebnisse zusammensetzen.
Minus vor der Klammer
Ein Minus vor der Klammer kann als Faktor verstanden werden:
Daher:
Merksatz: Bei einem Minus vor der Klammer ändern sich alle Vorzeichen in der Klammer.
6. Gemeinsame Faktoren ausklammern
Ausklammern ist die Umkehrung des Ausmultiplizierens. Ein Faktor, der in allen Gliedern vorkommt, wird vor die Klammer geschrieben.
Ausführliches Beispiel
- Gemeinsamer Zahlenfaktor von und ist .
- .
- .
Daher:
Kontrolle durch Ausmultiplizieren:
7. Termumformungen kontrollieren
Zwei Terme sind gleichwertig, wenn sie für jeden zulässigen Wert der Variablen denselben Wert liefern. Eine einfache Kontrolle gelingt durch Einsetzen eines Testwerts.
Es soll geprüft werden:
Für :
und
Die Werte stimmen überein. Ein einzelner Testwert ist noch kein vollständiger Beweis, eignet sich aber gut, um viele Rechenfehler zu finden.
8. Typische Fehler
- wird fälschlich zu zusammengefasst.
- wird als statt als geschrieben.
9. Zusammenfassung
- Ein Term besitzt kein Gleichheitszeichen.
- Gleichartige Glieder haben denselben Variablenteil.
- Beim Zusammenfassen werden nur die Koeffizienten verrechnet.
- Beim Ausmultiplizieren wird jedes Klammerglied bearbeitet.
- Beim Ausklammern wird ein gemeinsamer Faktor vor die Klammer gesetzt.
- Einsetzen eines Testwerts kann eine Umformung kontrollieren.