Stefan ist die größere Person. Deshalb muss Amelies Größe um 10cm erhöht werden, damit beide Seiten gleich groß sind:
s=a+10
Die Gleichung
s+10=a
wäre falsch. Sie würde bedeuten, dass Amelie um 10cm größer als Stefan ist.
Merksatz: Frage zuerst: Welche Größe ist größer? Der Zusatz wird bei der kleineren Größe ergänzt.
Dasselbe in umgekehrter Form
Aus
s=a+10
kann man durch eine Äquivalenzumformung Amelies Größe ausdrücken:
s=a+10⟺−10s−10=a⟺a=s−10.
Beide Gleichungen beschreiben dieselbe Situation.
2. Von einer Situation zur Mathematik
Vor dem Aufstellen eines Terms oder einer Gleichung werden die Größen festgelegt.
Sicherer Ablauf
Größen und Einheiten erkennen.
Variablen eindeutig definieren.
Den Zusammenhang zuerst in Worten formulieren.
Rechenzeichen und Reihenfolge festlegen.
Prüfen, ob die Formel zur Situation passt.
Beispiel: Stadion
In einem Stadion sind 300 Erwachsene mehr als Kinder.
Wir setzen:
k=Anzahl der Kinder
e=Anzahl der Erwachsenen.
Die Anzahl der Erwachsenen ist größer. Daher gilt:
e=k+300.
Umgekehrt kann man schreiben:
e=k+300⟺−300e−300=k⟺k=e−300.
Signalwörter
Formulierung
Rechenoperation
Beispiel
mehr, zusätzlich, vergrößert um
+
x+5
weniger, vermindert um
−
x−5
das Doppelte, Dreifache
Multiplikation
2x,3x
die Hälfte, geteilt durch
Division
2x
Quadrat einer Zahl
Potenz
x2
pro Stück, pro Kilometer
Multiplikation
p⋅n
Achtung: Signalwörter helfen, ersetzen aber nicht das Nachdenken über die Richtung des Zusammenhangs.
3. Terme, Formeln und Gleichungen unterscheiden
Term
Ein Term ist ein Rechenausdruck ohne Gleichheitszeichen:
3x+5.
Formel
Eine Formel beschreibt einen allgemeinen Zusammenhang zwischen Größen:
K(x)=4+2x.
Gleichung
Eine Gleichung setzt zwei Terme gleich. Häufig ist eine Größe gesucht:
3x+5=20.
Merksatz: Ein Term wird berechnet oder vereinfacht. Eine Formel beschreibt einen Zusammenhang. Eine Gleichung kann gelöst oder umgeformt werden.
4. Terme aus Texten aufstellen
Beispiel: Taxifahrt
Eine Taxifahrt kostet 4€ Grundgebühr und zusätzlich 2€ pro Kilometer.
Wir setzen:
x=gefahrene Kilometer.
Dann gilt:
K(x)=4+2x.
Dabei ist 4 der feste Anteil und 2x der veränderliche Anteil.
Weitere Übersetzungen
Text
Term
Das Doppelte einer Zahl plus 7
2x+7
Die Hälfte einer Zahl vermindert um 3
2x−3
Das Quadrat der um 2 vergrößerten Zahl
(x+2)2
Das Dreifache der Summe aus x und 4
3(x+4)
Die Klammer ist im letzten Beispiel notwendig:
3(x+4)=3x+4.
Beispiel: Einnahmen im Stadion
Eine Erwachsenenkarte kostet 14€, eine Kinderkarte 8€.
Mit
e=Anzahl der Erwachsenen,k=Anzahl der Kinder
lautet der Einnahmenterm:
E=14e+8k.
Wenn zusätzlich e=k+300 gilt, kann dieser Zusammenhang später in den Einnahmenterm eingesetzt werden.
5. Termwerte berechnen und Einheiten beachten
Für
K(x)=4+2x
und x=6 gilt:
K(6)=4+2⋅6=4+12=16.
Die Fahrt kostet 16€.
Dreischritt beim Einsetzen
Wert mit Klammern einsetzen.
Nach der Rechenreihenfolge berechnen.
Ergebnis mit passender Einheit angeben.
Beispiel: Rechteck
Ein Rechteck hat die Länge x+3 Meter und die Breite x Meter.
Umfang:
U(x)=2(x+3)+2x=4x+6.
Flächeninhalt:
A(x)=x(x+3)=x2+3x.
Für x=5m gilt:
U(5)=26m,A(5)=40m2.
Plausibilitätskontrolle: Ein Flächeninhalt wird in Quadrateinheiten angegeben. 40m wäre deshalb keine passende Einheit.
6. Terme vereinfachen
Gleichartige Terme zusammenfassen
3x+5x−2+4=8x+2.
Nur gleiche Variablen mit gleichen Exponenten dürfen zusammengefasst werden.
Klammern auflösen
4(2a−3)+a=8a−12+a=9a−12.
Ausklammern
6x+18=6(x+3).
Beim Vereinfachen bleibt der Wert des Terms unverändert.
7. Was ist eine Formel?
Eine Formel beschreibt einen allgemeinen Zusammenhang zwischen mehreren Größen.
Situation
Formel
Bedeutung
Rechtecksfläche
A=a⋅b
Länge mal Breite
Geschwindigkeit
v=ts
Weg durch Zeit
Kreisumfang
U=2πr
abhängig vom Radius
Preis bei Stückzahl
P=n⋅p
Anzahl mal Stückpreis
Abhängige und unabhängige Größe
Bei
K(x)=4+2x
wird x gewählt. Die Kosten K(x) hängen davon ab.
x: unabhängige Größe
K(x): abhängige Größe
Variablen müssen im Kontext immer erklärt werden.
8. Formeln mit Äquivalenzumformungen umstellen
Beim Umstellen wird auf beiden Seiten dieselbe zulässige Operation durchgeführt.
Beispiel 1: s=v⋅t nach t
s=v⋅t⟺:vvs=t⟺t=vs,v=0.
Beispiel 2: A=a⋅b nach b
A=a⋅b⟺:aaA=b⟺b=aA,a=0.
Beispiel 3: K=G+px nach x
K=G+px⟺−GK−G=px⟺:px=pK−G,p=0.
Beispiel 4: U=2a+2b nach b
U=2a+2b⟺−2aU−2a=2b⟺:2b=2U−2a.
Nicht über das Gleichheitszeichen schieben: Rechenzeichen ändern sich nicht von selbst. Die Änderung entsteht durch dieselbe Gegenoperation auf beiden Seiten.
9. Ergebnisse prüfen
Inhaltliche Prüfung
Ist die größere Größe tatsächlich auf der richtigen Seite beschrieben?
Wurde ein fester Betrag addiert oder subtrahiert?
Wurde ein Preis pro Stück mit der Stückzahl multipliziert?
Sind Klammern richtig gesetzt?
Rechnerische Prüfung
Eine umgestellte Formel kann durch Einsetzen geprüft werden.
Aus
K=G+px
wurde
x=pK−G.
Setzt man G=4, p=2 und x=6, erhält man zunächst:
K=4+2⋅6=16.
Probe:
x=216−4=6.
Das Ergebnis stimmt.
Typische Fehler
Variablen werden nicht erklärt.
„Mehr als“ und „weniger als“ werden vertauscht.
Feste und veränderliche Anteile werden verwechselt.
Klammern fehlen.
Beim Umstellen wird nur auf einer Seite gerechnet.
Die Einheit passt nicht zum Ergebnis.
Das solltest du können: Situationen in Terme, Formeln und Gleichungen übersetzen, Variablen erklären, Termwerte berechnen, Terme vereinfachen und Formeln mit sichtbaren Äquivalenzumformungen nach einer Größe umstellen.
Prüfe, ob mehrere Bestandteile gemeinsam vervielfacht, vermindert oder erhöht werden und deshalb eine Klammer benötigen.
7
Term aufschreiben
Schreibe den vollständigen mit einer klar bezeichneten abhängigen Größe auf.
8
Plausibilität prüfen
Teste einen einfachen Wert wie null oder eins und kontrolliere, ob der zum beschriebenen Kontext passt.
AG 2.1 – Formel aus Größenbeziehungen aufstellen
Zwischen mehreren Größen einen allgemeinen Zusammenhang mit korrekten Einheiten formulieren.
1
Gesuchte Größe bestimmen
Lege fest, welche Größe durch die Formel beschrieben werden soll.
2
Einflussgrößen bestimmen
Bestimme alle Größen, von denen die gesuchte Größe abhängt.
3
Zusammenhang formulieren
Entscheide, ob Größen addiert, subtrahiert, multipliziert, dividiert oder prozentual verändert werden.
4
Formel notieren
Schreibe die abhängige Größe auf die linke Seite und den vollständigen Zusammenhang auf die rechte Seite.
5
Einheiten kontrollieren
Prüfe, ob die Einheiten der rechten Seite zur Einheit der gesuchten Größe passen.
6
Wertebereich festlegen
Notiere, welche Werte im Kontext zulässig sind, zum Beispiel positive Längen oder nichtnegative ganze Personenzahlen.
7
Formel mit Beispielwert testen
Setze einfache Werte ein und kontrolliere, ob das Ergebnis fachlich und rechnerisch sinnvoll ist.
AG 2.1 – Term oder Formel umformen
Einfache vereinfachen und Formeln schrittweise nach einer gewünschten Größe auflösen.
1
Ziel festlegen
Bestimme, ob ein vereinfacht oder eine Formel nach einer bestimmten Größe aufgelöst werden soll.
2
Termstruktur erkennen
Markiere Klammern, gleichartige , gemeinsame und Brüche.
3
Rechengesetze anwenden
Nutze Distributivgesetz, Zusammenfassen oder Ausklammern passend zur Struktur.
4
Zielvariable sammeln
Bringe bei einer Formel alle mit der Zielvariable auf eine geeignete Seite und fasse sie zusammen.
5
Äußere Operationen rückgängig machen
Führe auf beiden Seiten passende inverse Operationen durch, bis die Zielvariable allein steht.
6
Voraussetzungen notieren
Halte insbesondere fest, welche Größen bei einer Division nicht null sein dürfen.
7
Ergebnis kontrollieren
Setze die umgestellte Formel probeweise zurück oder überprüfe die Einheiten.
AG 2.1 – Formel und Ergebnis im Kontext deuten
, Konstanten, und berechnete Werte verständlich im Sachzusammenhang erklären.
1
Variablen benennen
Erkläre für jedes verwendete Zeichen die zugehörige Größe und Einheit.
2
Konstanten deuten
Beschreibe feste Werte als Anfangswert, Grundgebühr oder andere konstante Größe.
3
Koeffizienten deuten
Erkläre einen vor der als Änderung oder Betrag pro Einheit.
4
Eingesetzten Wert benennen
Formuliere, welcher konkrete Kontextwert eingesetzt wurde.
5
Ergebnis mit Einheit angeben
Ergänze die passende Einheit und vermeide eine bedeutungslose reine Zahl.
6
Antwortsatz formulieren
Schreibe einen vollständigen Satz, der das Ergebnis eindeutig auf die Sachsituation bezieht.
7
Wertebereich beachten
Prüfe, ob das Ergebnis im Kontext zulässig ist, etwa ganzzahlig, nichtnegativ oder positiv.
AG 2.1 – Term oder Formel auf Plausibilität prüfen
Ein mathematisches Modell mit Einheiten, Testwerten, Wertebereich und Kontextbedingungen überprüfen.
1
Spezielle Werte testen
Setze einfache Werte wie null oder eins ein und prüfe, ob die Formel das erwartete Verhalten zeigt.
2
Einheiten prüfen
Kontrolliere, ob alle addierten Größen kompatible Einheiten besitzen und die Ergebniseinheit stimmt.
3
Größenordnung prüfen
Beurteile, ob das Ergebnis realistisch groß oder klein ist.
4
Wertebereich prüfen
Vergleiche mathematisch mögliche Werte mit den im Kontext zulässigen Werten.
5
Änderungsverhalten prüfen
Untersuche, ob eine Vergrößerung der Eingangsgröße die abhängige Größe wie erwartet verändert.
6
Modellannahmen nennen
Halte fest, unter welchen Bedingungen feste Preise, konstante Geschwindigkeiten oder lineare Änderungen angenommen werden.
7
Gültigkeitsbereich formulieren
Beschreibe, für welche Werte und Situationen das Modell sinnvoll verwendet werden kann.
AG 2.1 – Termbestandteile im Kontext deuten
Summanden, , oder eines Terms sachbezogen interpretieren.
1
Term in Bestandteile zerlegen
Markiere Summanden, , und gegebenenfalls des Terms.
2
Größen zuordnen
Verbinde jeden algebraischen Bestandteil mit der Größe oder Bedeutung aus dem Sachkontext.
3
Koeffizienten deuten
Erkläre einen als festen , zum Beispiel Preis pro Stück oder Verbrauch pro Einheit.
4
Summanden deuten
Beschreibe jeden Summanden als eigenen Beitrag zur Gesamtgröße.
5
Exponenten deuten
Erkläre einen nur entsprechend dem Kontext, zum Beispiel als quadratische Abhängigkeit oder Flächenbezug.
6
Kontextsatz formulieren
Fasse die Bedeutung des gefragten Termbestandteils mit Einheit und Sachbezug zusammen.
AG 2.1 – Formelbestandteile im Kontext deuten
, und Rechenoperationen einer Formel sachbezogen interpretieren.
1
Formelgrößen identifizieren
Liste alle und gegebenen der Formel auf.
2
Rollen unterscheiden
Trenne veränderliche Größen von festen des betrachteten Modells.
3
Rechenoperationen lesen
Bestimme, welche Größen addiert, multipliziert, dividiert, potenziert oder anderweitig verknüpft werden.
4
Einheiten berücksichtigen
Prüfe die Einheiten der Größen und welche Einheit das Formelergebnis haben muss.
5
Parameterwirkung beschreiben
Erkläre, wie ein größerer oder kleinerer die berechnete Größe beeinflusst, soweit dies unmittelbar aus der Formel folgt.
6
Sachbedeutung formulieren
Übersetze die mathematische Struktur in einen verständlichen Satz zum Kontext.
AG 2.1 – Gleichartige Terme zusammenfassen
Gleichartige Termglieder zusammenfassen und die Umformung begründen.
1
Termglieder erkennen
Zerlege den in einzelne Summanden mit ihren Vorzeichen.
2
Gleichartige Glieder finden
Gleichartige Termglieder besitzen denselben Variablenteil mit denselben .
3
Koeffizienten zusammenfassen
Addiere beziehungsweise subtrahiere nur die gleichartiger Glieder.
4
Variablenteil beibehalten
Übernimm den gemeinsamen Variablenteil unverändert.
5
Ungleichartige Glieder stehen lassen
Termglieder mit unterschiedlichem Variablenteil dürfen nicht zusammengefasst werden.
6
Ergebnis prüfen
Kontrolliere durch Einsetzen eines einfachen Werts, ob ursprünglicher und vereinfachter denselben Wert liefern.
AG 2.1 – Klammern ausmultiplizieren
Einen algebraischen mithilfe des Distributivgesetzes ausmultiplizieren.
1
Produkt mit Klammer erkennen
Bestimme den vor oder neben der Klammer.
2
Distributivgesetz anwenden
Multipliziere den äußeren mit jedem Summanden in der Klammer.
3
Vorzeichen beachten
Übernimm Plus- und Minuszeichen beim Multiplizieren korrekt.
4
Produkte vereinfachen
Berechne Zahlenfaktoren und fasse Potenzen beziehungsweise Variablenfaktoren korrekt zusammen.
5
Klammer entfernen
Schreibe den vollständig ausmultiplizierten ohne die bearbeitete Klammer.
6
Probe durchführen
Setze bei Bedarf einen einfachen Wert ein und vergleiche Ausgangsterm und Ergebnis.
AG 2.1 – Faktoren ausklammern
Einen gemeinsamen aus einem algebraischen ausklammern.
1
Gemeinsame Faktoren suchen
Untersuche alle Summanden auf gemeinsame Zahlen- und Variablenfaktoren.
2
Größten sinnvollen Faktor wählen
Bestimme einen gemeinsamen , der aus jedem Summanden herausgehoben werden kann.
3
Summanden dividieren
Teile jeden Summanden durch den ausgeklammerten .
4
Klammer bilden
Schreibe die verbleibenden in eine gemeinsame Klammer.
5
Produktform notieren
Setze den gemeinsamen vor die Klammer.
6
Rückprobe durch Ausmultiplizieren
Multipliziere die Produktform gedanklich oder schriftlich wieder aus und prüfe den Ausgangsterm.
AG 2.1 – Potenzen in Termen umformen
Einfache Potenzregeln beim Umformen eines Terms korrekt anwenden.
1
Potenzstruktur erkennen
Identifiziere Basis und der vorkommenden Potenzen.
2
Passende Potenzregel wählen
Entscheide zwischen Produkt gleicher Basis, Quotient gleicher Basis, Potenz einer Potenz oder Potenz eines Produkts.
3
Exponenten korrekt verknüpfen
Addiere, subtrahiere oder multipliziere nur entsprechend der gewählten Regel.
4
Zahlenfaktoren getrennt behandeln
Berechne numerische unabhängig von der Potenzregel, sofern nötig.
5
Term vereinfachen
Schreibe den umgeformten Ausdruck möglichst kompakt.
6
Regel prüfen
Kontrolliere, dass die verwendete Potenzregel wirklich zur vorhandenen Struktur passt.
AG 2.1 – Wurzeln in Termen verwenden
Einfache mit korrekt lesen, einsetzen und umformen.
1
Wurzelausdruck erkennen
Bestimme Radikand und gegebenenfalls einen äußeren .
2
Definitionsbereich prüfen
Bei reellen Quadratwurzeln muss der Radikand nichtnegativ sein.
3
Einsetzen oder Vereinfachen
Setze gegebene Werte ein beziehungsweise vereinfache offensichtliche Quadratzahlen unter der .
4
Wurzelregeln vorsichtig nutzen
Zerlege Produkte oder Quotienten unter der nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
5
Termwert bestimmen
Berechne den exakten oder geforderten näherungsweisen Wert.
6
Ergebnis prüfen
Kontrolliere Vorzeichen, Definitionsbereich und Größenordnung.
AG 2.1 – Logarithmen in Termen verwenden
Einfache logarithmische Ausdrücke korrekt lesen und im Kontext deuten.
1
Logarithmusstruktur lesen
Erkenne Basis, Argument und gegebenenfalls äußere des logarithmischen Ausdrucks.
2
Bedeutung erinnern
log_b(a) bezeichnet den , mit dem b potenziert werden muss, um a zu erhalten.
3
Zulässigkeit prüfen
Für reelle Logarithmen muss die Basis positiv und ungleich 1 sowie das Argument positiv sein.
4
Kontextgröße zuordnen
Bestimme, welche Größe durch den Logarithmus beschrieben oder ausgedrückt wird.
5
Ausdruck deuten
Formuliere die Bedeutung des Logarithmus in Worten beziehungsweise über die zugehörige Potenzgleichung.
6
Plausibilität prüfen
Kontrolliere bei einfachen Werten durch Rückübersetzung in eine Potenz.
AG 2.1 – Trigonometrische Terme verwenden
Einfache mit Sinus oder Cosinus korrekt lesen und im Kontext deuten.
1
Trigonometrische Funktion erkennen
Bestimme, ob Sinus oder Cosinus verwendet wird und welches Argument eingesetzt wird.
2
Argument im Kontext zuordnen
Erkläre, welcher Winkel oder welche Phase durch das Argument beschrieben wird.
3
Äußere Faktoren erkennen
Deute einen vor Sinus oder Cosinus als Skalierung der resultierenden Größe.
4
Einheiten beachten
Prüfe, ob Winkelmaß und geforderte Einheit zum Kontext passen.
5
Termwert bei Bedarf berechnen
Setze einen gegebenen Winkel ein und berechne den Wert mit passendem Winkelmodus.
6
Sachbedeutung formulieren
Erkläre das Ergebnis beziehungsweise den im ursprünglichen Kontext.
AG 2.1 – Äquivalente Terme erkennen
Durch Einsetzen oder Umformen prüfen, ob zwei äquivalent sind.
1
Terme vergleichen
Betrachte Struktur, Klammern und Rechenoperationen beider .
2
Algebraisch umformen
Vereinfache oder forme einen mit zulässigen Rechenregeln in Richtung des anderen um.
3
Alternativ Werte einsetzen
Nutze bei einer Prüfaufgabe geeignete Beispielwerte, um eine vermutete Nichtäquivalenz zu erkennen.
4
Definitionsbereiche beachten
Zwei sind nur dort vergleichbar, wo beide definiert sind.
5
Äquivalenz entscheiden
Sind beide für alle zulässigen Werte gleich, sind sie äquivalent.
6
Begründung angeben
Nenne die entscheidende Umformung oder ein Gegenbeispiel als Begründung.
AG 2.1 – Umgeformten Term im Kontext deuten
Die Bedeutung einer umgeformten Darstellung im ursprünglichen Sachkontext erklären.
1
Ausgangskontext erinnern
Bestimme, welche Sachgrößen der ursprüngliche beschreibt.
2
Umgeformte Struktur lesen
Erkenne, welche , Summanden oder Klammern in der neuen Darstellung hervortreten.
3
Mathematische Gleichwertigkeit nutzen
Behalte im Blick, dass die Umformung denselben Gesamtzusammenhang beschreibt.
4
Neue Sichtweise zuordnen
Erkläre, welche Sachinformation in der umgeformten Darstellung leichter erkennbar ist.
5
Einheiten kontrollieren
Prüfe, dass die sachliche Einheit des gesamten Terms unverändert bleibt.
6
Kontextsatz formulieren
Beschreibe die Bedeutung der umgeformten Darstellung ohne den ursprünglichen Sachbezug zu verlieren.
Befehl
Multipliziere(<Ausdruck>)
Beispiel
Multipliziere(3(x + 4))
Ergebnis:
3x+12
3. Ausdruck faktorisieren
Befehl
Faktorisiere(<Ausdruck>)
Beispiel
Faktorisiere(6x + 9)
Ergebnis:
3(2x+3)
4. Wert einsetzen
Befehl
Ersetze(<Ausdruck>, <Variable>, <Wert>)
Beispiel
Ersetze(4 + 7n, n, 5)
Ergebnis:
39
Im Kontext muss ergänzt werden:
Für fünf Personen betragen die Gesamtkosten 39€.
5. definieren
Eine Formel kann direkt als Funktion eingegeben werden.
Beispiel
K(n) = 4 + 7n
Danach kann ein konkreter Wert berechnet werden:
K(5)
Ergebnis:
39
6. Formel nach einer Variablen lösen
Befehl
Löse(<Gleichung>, <Variable>)
Beispiel
Löse(s = v t, t)
Ergebnis:
t=vs
Die notwendige Voraussetzung
v=0
muss mathematisch selbst beachtet werden.
7. Lineare Kostenformel umstellen
Beispiel
Löse(K = G + p n, n)
Ergebnis:
n=pK−G
Voraussetzung:
p=0
8. Tabelle mit Funktionswerten
Nach der Definition
K(n) = 4 + 7n
können Werte direkt berechnet werden:
K(0)
K(1)
K(2)
K(5)
So kann überprüft werden, ob Anfangswert und Änderung pro Einheit zum Kontext passen.
9. Graph einer Formel
Nach der Eingabe
K(x) = 4 + 7x
zeichnet GeoGebra den Graphen.
Deutung
Der Achsenabschnitt 4 entspricht der Grundgebühr.
Die Steigung 7 entspricht den Kosten pro Einheit.
Bei diskreten Größen wie Personen sind im Kontext oft nur ganzzahlige Werte sinnvoll, auch wenn GeoGebra eine durchgehende Gerade zeichnet.
10. Schieberegler für Parameter
Mit Parametern können unterschiedliche Modelle verglichen werden.
Eingabe
K(x) = G + p x
GeoGebra kann für G und p Schieberegler erzeugen.
Beobachtung
Eine Änderung von G verschiebt den Graphen nach oben oder unten.
Eine Änderung von p verändert die Steigung.
11. Zwei Modelle vergleichen
Beispiel
A(x) = 5 + 2x
B(x) = 11 + 1.5x
Die beiden Graphen zeigen, welches Modell bei verschiedenen Werten günstiger ist.
Der Schnittpunkt kann bestimmt werden mit:
Schnittpunkt(A, B)
Alternativ im CAS:
Löse(A(x) = B(x), x)
12. Sinnvolle GeoGebra-Nutzung
Ziel
Eingabe oder Befehl
Term vereinfachen
Vereinfache(...)
Klammern ausmultiplizieren
Multipliziere(...)
gemeinsamen Faktor erkennen
Faktorisiere(...)
Wert einsetzen
Ersetze(...)
Formel als Funktion darstellen
K(x) = ...
Formel umstellen
Löse(..., Variable)
Modelle grafisch vergleichen
mehrere Funktionen definieren
Schnittpunkt bestimmen
Schnittpunkt(...)
Wichtig: GeoGebra kann eine Formel umformen oder darstellen, aber nicht entscheiden, ob das gewählte Modell im Sachzusammenhang sinnvoll ist.