Wahrscheinlichkeit und Statistik22 SchrittlistenPDF verfügbar
Statistische Tabellen und Grafiken helfen dabei, viele Daten übersichtlich darzustellen. Damit eine Aussage stimmt, müssen Werte, Achsen, Skalen, Einheiten und der Kontext sorgfältig gelesen werden.
Zentrales Ziel: Daten aus Tabellen und Grafiken korrekt ablesen, Häufigkeiten berechnen, Darstellungen vergleichen und mögliche Verzerrungen erkennen.
1. Grundbegriffe
Begriff
Bedeutung
Grundgesamtheit
Alle Personen oder Objekte, über die eine Aussage gemacht werden soll.
Stichprobe
Der tatsächlich untersuchte Teil der Grundgesamtheit.
Stichprobenumfang n
Anzahl aller beobachteten Werte.
Merkmal
So gehst du vor
Schrittlisten
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
WS 1.1 – Grundbegriffe und Voraussetzungen sichern
Begriffe, Zeichen, Größen und Voraussetzungen der Kompetenz systematisch klären.
1
Aufgabenart erkennen
Ordne die Aufgabe dem passenden mathematischen Thema zu.
2
Gegebene Größen markieren
Notiere Werte, , Einheiten und Bedingungen übersichtlich.
3
Begriffe erklären
Formuliere die zentralen Begriffe in eigenen Worten.
4
Voraussetzungen prüfen
Kontrolliere Definitionsbereich, Modellannahmen und zulässige Werte.
5
Zielgröße festlegen
Schreibe auf, was berechnet, entschieden oder interpretiert werden soll.
6
Passende Darstellung wählen
Entscheide zwischen Text, Tabelle, Graph, oder Skizze.
Digitales Werkzeug
GeoGebra
Wichtige Befehle und ihre Verwendung zu diesem Thema.
GeoGebra-Ergänzung: Statistische Tabellen und Grafiken lesen
GeoGebra wird hier zum Ablesen, Vergleichen und Kontrollieren von Darstellungen eingesetzt. Kennzahlen wie Mittelwert, Median, Varianz und Standardabweichung gehören schwerpunktmäßig zu WS 1.3 und WS 1.4.
1. Tabellen und Punkte eingeben
In der Tabellenansicht können Kategorien oder Messwerte gemeinsam mit ihren Häufigkeiten eingegeben werden.
2. Säulen- und Balkendarstellungen kontrollieren
Aus einer Häufigkeitstabelle wird eine Darstellung erzeugt. Vor dem Ablesen werden Titel, Achsen, Einheit, Skala und Gesamtanzahl geprüft.
3. Histogramm und Boxplot betrachten
Histogramme werden hinsichtlich Klassen, Breiten und Flächen gelesen. Beim Boxplot werden Minimum, Quartile, Median und Maximum aus der Darstellung abgelesen; die Berechnung der Kennzahlen steht hier nicht im Mittelpunkt.
4. Kritische Darstellung prüfen
Das Achsenfenster kann verändert werden, um zu untersuchen, wie abgeschnittene Achsen oder ungeeignete Skalierungen den optischen Eindruck verändern.
Arbeitsregel: Zuerst aus der gegebenen Darstellung ablesen und im Kontext deuten. GeoGebra dient danach zur Kontrolle.
Nächster Schritt
Festige das Thema mit passenden Aufgaben.
Starte eine Aufgabensammlung, speichere deinen Fortschritt und hole dir bei Bedarf schrittweise Unterstützung.
Die untersuchte Eigenschaft, zum Beispiel Verkehrsmittel oder Körpergröße.
Merkmalsausprägung
Ein möglicher Wert des Merkmals, zum Beispiel Bus oder Fahrrad.
Absolute Häufigkeit Hi
Wie oft eine Ausprägung vorkommt.
Relative Häufigkeit hi
Welcher Anteil aller Beobachtungen zu einer Ausprägung gehört.
2. Häufigkeitstabellen lesen
In einer Klasse wurden 25 Personen nach ihrem Schulweg gefragt.
Verkehrsmittel
absolute Häufigkeit Hi
relative Häufigkeit hi
Fahrrad
8
32%
Bus
10
40%
Zu Fuß
5
20%
Auto
2
8%
Gesamt
25
100%
Aus der Tabelle kann man direkt ablesen:
Der Bus wird am häufigsten verwendet.
Das Auto wird am seltensten verwendet.
Insgesamt wurden 25 Personen befragt.
Fahrrad und Bus umfassen zusammen 18 Personen.
3. Absolute und relative Häufigkeit
Die relative Häufigkeit wird berechnet mit:
hi=nHi.
Dabei bedeutet:
Hi: die absolute Häufigkeit der Ausprägung i, also die Anzahl der passenden Werte,
n: der Stichprobenumfang, also die Gesamtanzahl aller beobachteten Werte.
Schülernah kann man sich dieselbe Formel so merken:
relative Ha¨ufigkeit=AllePassend
Dabei bedeutet:
Passend: Wie viele Werte gehören zur gesuchten Kategorie?
Alle: Wie viele Werte wurden insgesamt beobachtet?
Für das Fahrrad gilt:
hFahrrad=AllePassend=258=0,32=32%.
Kontrollen
Die absoluten Häufigkeiten müssen zusammen den Stichprobenumfang ergeben:
H1+H2+⋯+Hk=n.
Die relativen Häufigkeiten müssen zusammen 1 beziehungsweise 100% ergeben:
h1+h2+⋯+hk=1=100%.
Von der relativen zur absoluten Häufigkeit
Sind der Anteil und die Gesamtanzahl bekannt, gilt:
Hi=hi⋅n.
Beispiel:
Hi=0,20⋅25=5.
4. Achsen, Einheiten und Skalen
Vor dem Ablesen einer Grafik werden immer diese Fragen geklärt:
Was zeigt der Titel?
Welche Größe steht auf der waagrechten Achse?
Welche Größe steht auf der senkrechten Achse?
Welche Einheit wird verwendet?
Bei welchem Wert beginnt die Achse?
Wie groß ist ein Skalenschritt?
Sind die Abstände gleichmäßig?
Ein Wert wird aus der Anzahl der Skalenschritte und dem Wert pro Schritt bestimmt.
Beispiel: Vier Skalenschritte zu je 5 Einheiten ergeben:
4⋅5=20.
5. Säulen- und Balkendiagramme
Säulen- und Balkendiagramme eignen sich besonders für Kategorien.
Beim Säulendiagramm stehen die Säulen senkrecht.
Beim Balkendiagramm liegen die Balken waagrecht.
Die Höhe oder Länge stellt den Wert dar.
Die Breite der Säulen darf keinen zusätzlichen Wert vortäuschen.
Beim Ablesen können Maximum, Minimum, Unterschied und Anteil bestimmt werden.
Beispiel:
10−8=2.
Der Bus wurde von zwei Personen mehr gewählt als das Fahrrad.
6. Liniendiagramme
Liniendiagramme eignen sich vor allem für zeitliche oder geordnete Entwicklungen.
Beim Lesen wird geprüft:
Wo steigt die Linie?
Wo fällt sie?
Wo liegt das Maximum?
Wo liegt das Minimum?
Zwischen welchen Messpunkten ist die Veränderung am stärksten?
Wichtig: Werden ungeordnete Kategorien verbunden, kann die Linie einen Zusammenhang vortäuschen, der nicht existiert.
7. Kreisdiagramme
Ein Kreisdiagramm zeigt Anteile eines Ganzen.
100%⟷360∘.
Für einen Anteil h gilt:
α=h⋅360∘.
Beispiel für 25%:
α=0,25⋅360∘=90∘.
Alle Anteile müssen zusammen 100% und alle Winkel zusammen 360∘ ergeben.
8. Histogramm und Säulendiagramm unterscheiden
Säulendiagramm
Histogramm
einzelne Kategorien
zusammenhängende Zahlenintervalle
Lücken zwischen den Säulen
Balken grenzen aneinander
Säulenhöhe stellt den Wert dar
bei ungleichen Klassenbreiten ist die Balkenfläche entscheidend
Bei unterschiedlich breiten Klassen kann die Häufigkeitsdichte verwendet werden:
Di=KlassenbreiteHi.
Dadurch bleibt die Balkenfläche proportional zur Häufigkeit.
9. Boxplots lesen
Ein Boxplot zeigt fünf wichtige Werte:
Minimum,
erstes Quartil Q1,
Median,
drittes Quartil Q3,
Maximum.
Die mittleren 50% der Daten liegen zwischen Q1 und Q3.
Die Spannweite lautet:
R=xmax−xmin.
Der Interquartilsabstand lautet:
IQR=Q3−Q1.
10. Punktdiagramme lesen
Ein Punktdiagramm zeigt Wertepaare (x∣y).
Beim Lesen wird untersucht, ob:
beide Größen gemeinsam steigen,
eine Größe steigt, während die andere fällt,
kein klarer Zusammenhang erkennbar ist,
einzelne Punkte deutlich von den übrigen abweichen.
Ein sichtbarer Zusammenhang beweist nicht automatisch eine Ursache.
Stängel-Blatt-Diagramme lesen
Ein Stängel-Blatt-Diagramm ordnet Zahlen und lässt gleichzeitig die ursprünglichen Werte erkennen.
Die Legende
2∣5=25
zeigt, wie Stängel und Blatt zusammengesetzt werden. Im Beispiel sind die Stängel die Zehnerstellen und die Blätter die Einerstellen.
Beim Lesen wird geprüft:
Welche Einheit verwendet die Legende?
Sind die Blätter innerhalb jedes Stängels sortiert?
Wie viele Werte enthält die Darstellung?
Was sind Minimum, Maximum oder ein bestimmter Einzelwert?
Prozentstreifen lesen
Ein Prozentstreifen stellt ein Ganzes als Strecke von 0% bis 100% dar.
Die Länge jedes Abschnitts entspricht seinem Anteil. Beim Lesen werden Abschnittsgrenzen und Beschriftungen kontrolliert. Alle Anteile müssen zusammen 100% ergeben.
11. Werte vergleichen
Je nach Frage werden unterschiedliche Vergleiche benötigt.
Absolute Differenz
gro¨ßerer Wert−kleinerer Wert.
Anteil
AllePassend.
Verhältnis
Wert BWert A.
Prozentpunkte
Steigt ein Anteil von 40% auf 50%, beträgt die Zunahme:
50%−40%=10 Prozentpunkte.
Die relative Zunahme beträgt dagegen:
4050−40=0,25=25%.
Prozent und Prozentpunkte dürfen nicht verwechselt werden.
12. Irreführende Grafiken erkennen
Eine Grafik kann rechnerisch richtige Werte zeigen und trotzdem einen falschen Eindruck erzeugen.
Typische Warnzeichen sind:
eine abgeschnittene Achse,
ungleichmäßige Skalenschritte,
fehlende Einheiten,
fehlender Zeitraum,
fehlende Quelle,
fehlende Stichprobengröße,
unterschiedlich breite Säulen,
übertriebene dreidimensionale Darstellung,
absolute Werte bei unterschiedlich großen Gruppen.
Beispiel: Die Werte 98 und 100 unterscheiden sich nur um:
100−98=2.
Beginnt die Achse erst bei 97, wirkt dieser kleine Unterschied optisch sehr groß.
13. Darstellungen miteinander verbinden
Dieselben Daten können als Tabelle, Säulendiagramm, Kreisdiagramm oder Text dargestellt werden.
Eine vollständige Auswertung verbindet mindestens zwei Darstellungen:
Wert korrekt ablesen,
Rechnung nachvollziehbar angeben,
Ergebnis im Kontext deuten.
14. Typische Fehler
Absolute und relative Häufigkeit verwechselt
Hi ist eine Anzahl. hi ist ein Anteil.
Gesamtanzahl falsch bestimmt
Alle absoluten Häufigkeiten müssen addiert werden:
H1+H2+⋯+Hk=n.
Skala nicht geprüft
Ein Teilstrich bedeutet nicht automatisch eine Einheit.
Prozent mit Prozentpunkten verwechselt
Von 40% auf 50% sind es 10 Prozentpunkte, nicht 10% relative Zunahme.
Liniendiagramm für ungeordnete Kategorien verwendet
Eine Verbindungslinie kann eine Reihenfolge oder Entwicklung vortäuschen.
Aus der Grafik zu viel geschlossen
Eine Grafik zeigt nur die enthaltenen Daten. Ursache, Zukunft oder nicht erhobene Gruppen dürfen nicht ohne Begründung ergänzt werden.
15. Arbeitsablauf
Schritt
Leitfrage
1. Titel lesen
Worum geht es?
2. Quelle und Zeitraum prüfen
Woher und von wann sind die Daten?
3. Achsen lesen
Welche Größen und Einheiten werden gezeigt?
4. Skala prüfen
Wie groß ist ein Schritt und wo beginnt die Achse?
5. Werte ablesen
Welche Zahlen sind tatsächlich dargestellt?
6. Vergleichen
Unterschied, Anteil, Maximum oder Entwicklung?
7. Rechnen
Welche Formel oder Grundrechnung wird benötigt?
8. Deuten
Was bedeutet das Ergebnis im Kontext?
9. Kritisch prüfen
Könnte die Darstellung irreführend sein?
Zusammenfassung
Tabellen und Grafiken müssen mit Titel, Achsen, Skalen und Einheiten gelesen werden.
Die absolute Häufigkeit Hi ist eine Anzahl.
Die relative Häufigkeit lautet hi=Hi/n.
Schülernah gilt: relative Häufigkeit = Passend durch Alle.
Die absoluten Häufigkeiten ergeben zusammen n.
Die relativen Häufigkeiten ergeben zusammen 1 beziehungsweise 100%.
Säulen-, Linien-, Kreis-, Histogramm-, Boxplot- und Punktdarstellungen haben unterschiedliche Aufgaben.
Prozent und Prozentpunkte sind verschiedene Vergleichsarten.
Abgeschnittene Achsen und ungeeignete Darstellungen können einen falschen Eindruck erzeugen.
Ein Ergebnis braucht immer eine verständliche Deutung im Kontext.
7
Start kontrollieren
Prüfe, ob alle Angaben korrekt übertragen wurden.
WS 1.1 – Darstellungen lesen und wechseln
Text, Tabelle, Graph und Formel miteinander verbinden und ihre jeweilige Aussage deuten.
1
Ausgangsdarstellung lesen
Beschreibe zunächst nur, was direkt gegeben ist.
2
Größen zuordnen
Ordne Achsen, Spalten, und Einheiten eindeutig zu.
3
Kennwerte entnehmen
Lies charakteristische Werte oder Beziehungen ab.
4
Zielform festlegen
Bestimme, welche Darstellung hergestellt werden soll.
5
Darstellung erzeugen
Übertrage die Informationen schrittweise und vollständig.
6
Zusammenhang erklären
Begründe, warum beide Darstellungen dasselbe beschreiben.
7
Rückkontrolle
Prüfe ausgewählte Werte in beiden Darstellungen.
WS 1.1 – Mathematisches Verfahren anwenden
Ein passendes Rechen- oder Analyseverfahren auswählen, durchführen und dokumentieren.
1
Modell oder Formel wählen
Nutze ein Verfahren, das besonders zu „Listen, Häufigkeitstabellen und Diagrammtypen unterscheiden“ passt.
2
Werte einsetzen
Setze Zahlen und mit korrekten Vorzeichen und Klammern ein.
3
Schrittweise umformen
Dokumentiere äquivalente oder begründete Rechenschritte.
4
Technische Rechnung ausführen
Berechne sorgfältig und vermeide vorzeitiges Runden.
5
Zwischenergebnis prüfen
Kontrolliere Größenordnung, Vorzeichen und Definitionsbereich.
6
Ergebnis darstellen
Gib exakte und gegebenenfalls sinnvoll gerundete Werte an.
7
Rechenweg rückprüfen
Setze das Ergebnis ein oder verwende ein unabhängiges Kriterium.
WS 1.1 – Ergebnis im Kontext deuten
Mathematische Ergebnisse in vollständigen Sätzen mit Einheiten, Bezugsgrößen und Gültigkeitsbereich erklären.
1
Ergebnis identifizieren
Benenne, welche mathematische Größe berechnet wurde.
2
Einheit ergänzen
Ordne die sachlich passende Einheit zu.
3
Bezug nennen
Erkläre, auf welche Ausgangsgröße, Zeit oder Situation sich das Ergebnis bezieht.
4
Vorzeichen deuten
Formuliere Zunahme, Abnahme, Richtung oder Lage.
5
Gültigkeitsbereich beachten
Prüfe, für welche Werte und Bedingungen die Aussage gilt.
6
Antwortsatz schreiben
Formuliere eine klare Antwort auf die Ausgangsfrage.
7
Plausibilität bewerten
Vergleiche die Aussage mit Alltag, Skizze oder Datenlage.
WS 1.1 – Lösung kontrollieren und Fehler vermeiden
Ergebnisse durch Probe, Gegenrechnung, Graph, Einheit und Modellkritik absichern.
1
Formale Probe
Kontrolliere , oder Wahrscheinlichkeiten rechnerisch.
2
Darstellungsprobe
Vergleiche mit Tabelle, Graph oder Skizze.
3
Einheitenprobe
Prüfe, ob Einheit und Dimension zum Ergebnis passen.
4
Definitionsprobe
Schließe unzulässige Werte und Scheinlösungen aus.
5
Grenzfall prüfen
Teste einen einfachen oder extremen Fall.
6
Typischen Fehler suchen
Vergleiche den Rechenweg mit bekannten Fehlerquellen.
7
Endfassung erstellen
Gib Rechnung, Ergebnis und Deutung übersichtlich an.
WS 1.1 – Ungeordnete Liste lesen
Einzelwerte aus einer ungeordneten Datenliste ablesen und im Kontext zuordnen.
1
Fragestellung klären
Bestimme, welche Information aus der ungeordneten Datenliste gesucht wird.
2
Einzelwerte vollständig lesen
Gehe die Liste Wert für Wert durch, ohne die ursprüngliche Reihenfolge zu verändern.
3
Gesuchten Wert finden
Suche den passenden Datenwert beziehungsweise alle geforderten Werte.
4
Kontext zuordnen
Verbinde den abgelesenen Wert mit der im Text genannten Person, Zeit, Kategorie oder Messgröße.
5
Einheit beachten
Übernimm eine vorhandene Einheit korrekt.
6
Ablesung prüfen
Kontrolliere, dass du keinen benachbarten Wert oder eine falsche Zuordnung übernommen hast.
WS 1.1 – Geordnete Liste lesen
Werte und ihre Position aus einer geordneten Datenliste ablesen.
1
Ordnungsrichtung bestimmen
Prüfe, ob die Daten aufsteigend oder absteigend geordnet sind.
2
Position festlegen
Bestimme, an welcher Stelle der gesuchte Wert beziehungsweise welches Folgenglied der Liste steht.
3
Wert ablesen
Lies den Datenwert an dieser Position ab.
4
Gleiche Werte beachten
Mehrfach vorkommende Werte können mehrere aufeinanderfolgende Positionen einnehmen.
5
Randwerte erkennen
Der erste und letzte Wert liefern je nach Ordnung Minimum beziehungsweise Maximum.
6
Position und Wert prüfen
Kontrolliere sowohl die Stelle als auch den dazugehörigen Datenwert.
WS 1.1 – Strichliste lesen
Absolute Häufigkeiten aus einer Strichliste bestimmen.
1
Kategorie auswählen
Bestimme, zu welchem Merkmalswert die Häufigkeit gesucht ist.
2
Strichgruppen lesen
Erkenne vollständige Fünfergruppen und einzelne zusätzliche Striche.
3
Fünfergruppen zählen
Multipliziere die Anzahl vollständiger Gruppen mit 5.
4
Einzelstriche ergänzen
Addiere die übrigen Striche derselben Kategorie.
5
Absolute Häufigkeit angeben
Notiere die Gesamtzahl der Beobachtungen für diese Kategorie.
6
Kontrollsumme nutzen
Falls die Gesamtzahl der Daten bekannt ist, vergleiche sie mit der Summe aller Strichhäufigkeiten.
WS 1.1 – Häufigkeitstabelle lesen
Werte und Häufigkeiten aus einer statistischen Tabelle ablesen.
1
Tabellenkopf lesen
Bestimme, welche Spalte oder Zeile Merkmalswerte und welche Häufigkeiten enthält.
2
Gesuchten Merkmalswert finden
Suche die passende Tabellenzeile beziehungsweise Spalte.
3
Zugehörige Häufigkeit ablesen
Lies den Wert in derselben Zeile oder Spalte ab.
4
Häufigkeitsart beachten
Unterscheide absolute Häufigkeit, relative Häufigkeit und Prozenthäufigkeit.
5
Einheit beziehungsweise Prozentzeichen übernehmen
Notiere den Wert in der vorgesehenen Darstellungsform.
6
Zuordnung prüfen
Kontrolliere, dass Merkmalswert und Häufigkeit wirklich aus derselben Tabellenposition stammen.
WS 1.1 – Piktogramm lesen
Werte aus einem Piktogramm unter Beachtung des Symbolwerts ablesen.
1
Legende lesen
Bestimme zuerst, welchen Wert ein vollständiges Symbol darstellt.
2
Symbole der Kategorie zählen
Zähle die vollständigen Bildsymbole beim gesuchten Merkmal.
3
Teil-Symbole deuten
Berücksichtige halbe oder andere Teil-Symbole entsprechend der Legende.
4
Symbolzahl mit Symbolwert verknüpfen
Multipliziere die Anzahl der Symbole mit dem Wert pro Symbol.
5
Ergebnis mit Einheit angeben
Notiere den dargestellten Datenwert beziehungsweise die Häufigkeit.
6
Legende erneut prüfen
Kontrolliere, dass ein Symbol nicht fälschlich als genau eine Beobachtung gezählt wurde.
WS 1.1 – Säulendiagramm lesen
Werte und Häufigkeiten aus einem Säulendiagramm ablesen.
1
Achsenbeschriftungen lesen
Bestimme, welche Merkmale auf der waagrechten Achse und welche Häufigkeiten auf der senkrechten Achse dargestellt sind.
2
Skalierung bestimmen
Prüfe den Wertabstand zwischen benachbarten Teilstrichen.
3
Gesuchte Säule finden
Ordne die Säule der richtigen Kategorie beziehungsweise dem richtigen Wert zu.
4
Säulenhöhe ablesen
Lies die Höhe an der Häufigkeitsachse ab.
5
Zwischenwerte sorgfältig schätzen
Liegt die Säulenhöhe zwischen Teilstrichen, gib nur eine zur Grafik passende Genauigkeit an.
6
Ablesung prüfen
Kontrolliere Kategorie, Skalierung und Häufigkeitsart.
WS 1.1 – Balkendiagramm lesen
Werte und Häufigkeiten aus einem Balkendiagramm ablesen.
1
Achsenbeschriftungen lesen
Bestimme, welche Kategorien und welche Häufigkeiten dargestellt sind.
2
Skalierung bestimmen
Prüfe den Wertabstand der numerischen Achse.
3
Gesuchten Balken finden
Ordne den waagrechten Balken der richtigen Kategorie zu.
4
Balkenlänge ablesen
Lies den zugehörigen Wert an der numerischen Achse ab.
5
Zwischenwerte passend angeben
Schätze nur so genau, wie es die Skalierung erlaubt.
6
Ablesung prüfen
Kontrolliere, dass Balken und Zahlenwert richtig zugeordnet sind.
WS 1.1 – Liniendiagramm lesen
Werte und Entwicklungen aus einem Liniendiagramm ablesen.
1
Achsen deuten
Bestimme die Bedeutung von x- und y-Achse.
2
Gesuchten x-Wert finden
Suche den geforderten Zeitpunkt oder die gegebene Eingabe auf der x-Achse.
3
Zum Linienpunkt gehen
Gehe senkrecht bis zur Linie beziehungsweise zum markierten Datenpunkt.
4
y-Wert ablesen
Lies den zugehörigen Wert an der y-Achse ab.
5
Entwicklung vergleichen
Für eine Veränderung vergleiche mehrere Punkte hinsichtlich Anstieg, Abfall oder Konstanz.
6
Aussage mit Zeitraum formulieren
Nenne Wert oder Entwicklung immer für den richtigen Zeitpunkt beziehungsweise Abschnitt.
WS 1.1 – Stängel-Blatt-Diagramm lesen
Einzelwerte aus einem Stängel-Blatt-Diagramm rekonstruieren.
1
Schlüssel lesen
Prüfe, welche Stellenwerte Stängel und Blätter darstellen.
2
Stängel auswählen
Finde die Zeile des gesuchten Stängels.
3
Blätter einzeln lesen
Jedes Blatt bildet zusammen mit dem Stängel einen Datenwert.
4
Werte zusammensetzen
Kombiniere Stängel und Blatt gemäß dem angegebenen Schlüssel.
5
Mehrfachwerte beachten
Gleiche Blätter stehen für mehrfach vorkommende gleiche Datenwerte.
6
Rekonstruktion prüfen
Kontrolliere an einem Beispielwert, ob Stellenwert und Dezimalstelle richtig verstanden wurden.
WS 1.1 – Punktwolkendiagramm lesen
Wertepaare und erkennbare Zusammenhänge aus einem Punktwolkendiagramm ablesen.
1
Achsenvariablen bestimmen
Kläre, welche Größe auf der x- und welche auf der y-Achse liegt.
2
Einzelnen Punkt lesen
Lies die x- und y-Koordinate eines Punktes als Wertepaar ab.
3
Mehrere Punkte betrachten
Beurteile, wie sich y typischerweise verändert, wenn x größer wird.
4
Richtung erkennen
Eine ansteigende Punktwolke deutet auf einen positiven, eine fallende auf einen negativen Zusammenhang hin.
5
Streuung beachten
Je stärker die Punkte um einen gedachten Trend streuen, desto schwächer erscheint der Zusammenhang.
6
Nur beobachtbaren Zusammenhang formulieren
Beschreibe Wertepaare oder Tendenz, ohne daraus automatisch eine Ursache abzuleiten.
WS 1.1 – Histogramm lesen
Häufigkeiten beziehungsweise Häufigkeitsdichten aus einem Histogramm ablesen.
1
Klassenintervalle lesen
Bestimme die Grenzen der Klasse, deren Häufigkeit betrachtet wird.
2
Achsenbeschriftung prüfen
Kläre, ob die Höhe absolute Häufigkeit, relative Häufigkeit oder Häufigkeitsdichte darstellt.
3
Klassenbreite bestimmen
Berechne bei Bedarf die Breite des Intervalls.
4
Balkenhöhe ablesen
Lies die Höhe des Histogrammbalkens an der y-Achse ab.
5
Bei Häufigkeitsdichte Fläche beachten
Ist Dichte dargestellt, entspricht die Häufigkeit der Balkenfläche aus Breite mal Höhe.
6
Interpretation prüfen
Verwechsle Histogrammbalken nicht mit frei getrennten Säulen eines Säulendiagramms.
WS 1.1 – Prozentstreifen lesen
Anteile und Prozentwerte aus einem Prozentstreifen ablesen.