Algebra und Geometrie13 SchrittlistenPDF verfügbar
Interaktive Visualisierung
Intervalle auf der Zahlengerade
Verändere die Randwerte und klicke auf die Randpunkte. Ein leerer Kreis bedeutet, dass der Randwert nicht dazugehört. Ein voller Kreis bedeutet, dass er enthalten ist.
Ungleichung
−2 < x ≤ 4
Intervallschreibweise
]−2; 4]
Merke: Ein leerer Kreis steht für < oder >. Ein voller Kreis steht für ≤ oder ≥.
Eine lineare Ungleichung vergleicht zwei lineare . Im Unterschied zu einer besteht die Lösung meist nicht aus einem einzelnen Wert, sondern aus einem ganzen Zahlenbereich.
Zentrales Ziel: Eine Bedingung wird als Ungleichung formuliert, mit nachvollziehbaren Äquivalenzumformungen gelöst und als Lösungsmenge, , Zahlengerade oder Halbebene gedeutet.
1. Bedeutung der Ungleichheitszeichen
Die vier grundlegenden Zeichen werden so gelesen:
a<kleiner alsb
So gehst du vor
Schrittlisten
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
AG 2.4 – Lineare Ungleichung aus einem Kontext aufstellen
Signalwörter erkennen, eine definieren und eine passende lineare Ungleichung formulieren.
1
Gesuchte Größe bestimmen
Formuliere, welche Größe eingeschränkt oder gesucht wird.
2
Variable definieren
Lege Zeichen, Bedeutung und Einheit fest.
3
Grenzwert erkennen
Bestimme die vorgegebene Ober- oder Untergrenze.
4
Signalwort übersetzen
Ordne höchstens zu ≤, mindestens zu , weniger als zu und mehr als zu .
Digitales Werkzeug
GeoGebra
Wichtige Befehle und ihre Verwendung zu diesem Thema.
GeoGebra bei linearen Ungleichungen
GeoGebra kann lineare Ungleichungen symbolisch lösen und Lösungsbereiche grafisch darstellen.
1. Ungleichung symbolisch lösen
Löse(3x + 2 < 17, x)
GeoGebra gibt den entsprechenden Lösungsbereich aus.
2. Ungleichung direkt eingeben
3x + 2 < 17
In der Grafik-Ansicht wird der passende Bereich dargestellt.
3. Nichtstrenge Ungleichung
5 + 2x <= 29
Die Eingabe <= steht für ≤.
Für ≥ kann eingegeben werden:
>=
4. Zwei vergleichen
Nächster Schritt
Festige das Thema mit passenden Aufgaben.
Starte eine Aufgabensammlung, speichere deinen Fortschritt und hole dir bei Bedarf schrittweise Unterstützung.
Signalwörter bestimmen das richtige Ungleichheitszeichen.
Jeder Umformungsschritt muss auf beiden Seiten durchgeführt werden.
Bei Multiplikation oder Division mit einer negativen Zahl wird das Zeichen umgedreht.
Strenge Ungleichungen schließen den Rand aus, nichtstrenge schließen ihn ein.
Auf der Zahlengeraden zeigt ein offener oder ausgefüllter Punkt die Randzugehörigkeit.
In der Ebene beschreibt y≶kx+d eine Halbebene.
Strenge lineare Ungleichungen besitzen eine gestrichelte, nichtstrenge eine durchgehende Randgerade.
Kontextbedingungen und sinnvolles Runden müssen berücksichtigt werden.
≥
<
>
5
Ausdruck für die variable Größe bilden
Stelle Kosten, Menge oder andere abhängige Größen als linearen dar.
6
Ungleichung aufstellen
Vergleiche den Ausdruck mit dem Grenzwert.
7
Einheiten prüfen
Kontrolliere, ob beide Seiten dieselbe Größenart beschreiben.
8
Kontextbedingung ergänzen
Notiere zusätzliche Bedingungen wie x≥0 oder Ganzzahligkeit.
AG 2.4 – Lineare Ungleichung händisch lösen
Eine lineare Ungleichung durch zulässige Umformungen lösen.
1
Beide Seiten vereinfachen
Löse Klammern auf und fasse gleichartige zusammen.
2
Variablenterme sammeln
Bringe alle mit der auf eine Seite.
3
Zahlenterme sammeln
Bringe alle übrigen auf die andere Seite.
4
Vorzeichen des Koeffizienten prüfen
Bestimme, ob durch eine positive oder negative Zahl dividiert wird.
5
Zeichen gegebenenfalls drehen
Bei Division oder Multiplikation mit einer negativen Zahl wird das Ungleichheitszeichen umgedreht.
6
Lösung notieren
Gib den erhaltenen Vergleich mit der an.
7
Testwert prüfen
Setze einen Wert aus dem Lösungsbereich und einen Wert außerhalb ein.
8
Randwert prüfen
Kontrolliere, ob Gleichheit erlaubt ist.
AG 2.4 – Lösungsmenge einer Ungleichung darstellen
Eine Lösung in Mengen-, - und Zahlengeradendarstellung angeben.
1
Vergleichsform lesen
Bestimme Randwert, Richtung und ob Gleichheit erlaubt ist.
2
Mengenschreibweise angeben
Schreibe zum Beispiel {x∈R∣x<5}.
3
Intervallgrenzen bestimmen
Ordne endliche Grenzen und ±∞ korrekt an.
4
Klammern wählen
Verwende eckige Klammern nur bei enthaltenen endlichen Randwerten.
5
Randpunkt zeichnen
Offener Punkt für < oder >, ausgefüllter Punkt für ≤ oder ≥.
6
Richtung markieren
Zeichne den Lösungsbereich mit Strahl oder Abschnitt.
7
Darstellungen vergleichen
Prüfe, ob Vergleich, und Zahlengerade denselben Bereich zeigen.
AG 2.4 – Lösungsfall einer linearen Ungleichung beurteilen
Zwischen echtem Lösungsbereich, leerer Menge und allen reellen Zahlen unterscheiden.
1
Vollständig vereinfachen
Forme beide Seiten so weit wie möglich um.
2
Variable bleibt erhalten
Entsteht ein Vergleich wie x<a, liegt ein echter Lösungsbereich vor.
3
Falsche Aussage erkennen
Eine Aussage wie 4<1 bedeutet keine Lösung.
4
Wahre Aussage erkennen
Eine Aussage wie 4≥1 bedeutet, dass alle Werte der Grundmenge Lösungen sind.
5
Lösungsmenge notieren
Verwende ein , ∅ oder die gesamte Grundmenge.
6
Geometrisch deuten
Ordne den Lösungsfall einem Strahl, keinem Punkt oder der ganzen Zahlengeraden zu.
AG 2.4 – Lösung einer Ungleichung im Kontext deuten
Lösungsbereiche auf sachlich zulässige Werte einschränken und verständlich formulieren.
1
Variable und Einheit nennen
Erkläre, welche Größe der Lösungsbereich beschreibt.
2
Mathematischen Bereich lesen
Bestimme Untergrenze, Obergrenze und enthaltene Randwerte.
3
Kontextbedingungen schneiden
Kombiniere den mathematischen Bereich mit Bedingungen wie Nichtnegativität.
4
Ganzzahligkeit prüfen
Entscheide, ob nur ganze Werte zulässig sind.
5
Richtig runden
Runde bei Mindestmengen nach oben und bei Höchstmengen nach unten, sofern nötig.
6
Randwert deuten
Erkläre, was der größte oder kleinste zulässige Wert bedeutet.
7
Antwortsatz formulieren
Gib den vollständigen zulässigen Bereich mit Einheit und Kontext an.
AG 2.4 – Lineare Ungleichung erkennen
Eine Ungleichung als linear in einer erkennen.
1
Vergleichszeichen erkennen
Prüfe, ob <, ≤, > oder ≥ zwei verbindet.
2
Variable bestimmen
Identifiziere die , hinsichtlich derer Linearität beurteilt wird.
3
Terme vereinfachen
Löse Klammern auf und fasse gleichartige zusammen.
4
Höchsten Exponenten prüfen
Die darf nach dem Vereinfachen höchstens in erster Potenz vorkommen.
5
Nichtlineare Strukturen ausschließen
im Nenner, höhere Potenzen oder der Variable sprechen gegen eine lineare Ungleichung.
6
Urteil begründen
Nenne die lineare Struktur und das Vergleichszeichen als Begründung.
AG 2.4 – Einfache lineare Ungleichung lösen
Eine lineare Ungleichung durch Addition oder Subtraktion lösen.
1
Variable lokalisieren
Bestimme, welcher konstante Summand die noch begleitet.
2
Gegenoperation wählen
Wähle Addition oder Subtraktion, um diesen Summanden zu entfernen.
3
Beide Seiten gleich behandeln
Führe dieselbe Operation auf beiden Seiten der Ungleichung aus.
4
Vergleichszeichen beibehalten
Bei Addition oder Subtraktion bleibt die Richtung des Vergleichszeichens unverändert.
5
Lösung formulieren
Schreibe die resultierende Bedingung für x.
6
Lösungsmenge prüfen
Teste einen passenden Wert, um die Richtung der Ungleichung zu kontrollieren.
AG 2.4 – Vergleichszeichen bei negativer Zahl umkehren
Beim Multiplizieren oder Dividieren mit einer negativen Zahl das Vergleichszeichen korrekt umkehren.
1
Negative Operation erkennen
Prüfe, ob beide Seiten mit einer negativen Zahl multipliziert oder durch eine negative Zahl dividiert werden.
2
Vergleichsrichtung merken
Eine solche Operation kehrt die Ordnungsrelation um.
3
Zeichen umdrehen
Ersetze < durch >, ≤ durch ≥, > durch < beziehungsweise ≥ durch ≤.
4
Rechenoperation durchführen
Multipliziere oder dividiere beide Seiten korrekt.
5
Ergebnis aufschreiben
Notiere die neue Ungleichung mit umgekehrtem Vergleichszeichen.
6
Probe mit Testwert machen
Kontrolliere die Richtung an einem einfachen zulässigen Wert.
AG 2.4 – Mehrschrittige lineare Ungleichung lösen
Eine lineare Ungleichung mit mehreren Umformungsschritten lösen.
1
Ungleichung vereinfachen
Löse Klammern auf und fasse gleichartige zusammen.
2
Variablenterme ordnen
Bringe alle mit x auf eine Seite.
3
Konstanten ordnen
Bringe die Zahlen ohne x auf die andere Seite.
4
Vorzeichen des Koeffizienten prüfen
Bevor du durch den von x teilst, prüfe, ob er positiv oder negativ ist.
5
Variable isolieren
Teile durch den und kehre bei negativem Divisor das Vergleichszeichen um.
6
Lösungsmenge kontrollieren
Teste mindestens einen Wert aus dem Ergebnisbereich und einen Wert außerhalb.
AG 2.4 – Lösungsmenge auf Zahlengerade darstellen
Die Lösungsmenge einer linearen Ungleichung auf einer Zahlengeraden darstellen.
1
Lösungsbedingung lesen
Bestimme Randwert und Richtung der Ungleichung.
2
Randpunkt einordnen
Entscheide anhand von < oder > beziehungsweise ≤ oder ≥, ob der Randpunkt ausgeschlossen oder eingeschlossen ist.
3
Randpunkt markieren
Verwende für einen ausgeschlossenen Randpunkt einen offenen und für einen eingeschlossenen Randpunkt einen geschlossenen Punkt.
4
Richtung bestimmen
Markiere alle kleineren Werte nach links und alle größeren Werte nach rechts.
5
Lösungsbereich einzeichnen
Zeichne den entsprechenden Strahl auf der Zahlengeraden.
6
Darstellung prüfen
Kontrolliere Randpunkt und Richtung mit einem einfachen Testwert.
AG 2.4 – Randpunkt ein- oder ausschließen
Offene und geschlossene Randpunkte einer Lösungsmenge korrekt unterscheiden.
1
Vergleichszeichen betrachten
Unterscheide strenge Zeichen < und > von nichtstrengen Zeichen ≤ und ≥.
2
Gleichheit prüfen
Bei ≤ oder ≥ gehört der Randwert zur Lösungsmenge.
3
Strengen Fall prüfen
Bei < oder > gehört der Randwert nicht zur Lösungsmenge.
4
Darstellung wählen
Verwende einen geschlossenen Punkt bei eingeschlossenem und einen offenen Punkt bei ausgeschlossenem Randwert.
5
Intervallschreibweise übertragen
Nutze bei Bedarf eine geschlossene Klammer für eingeschlossene und eine offene Randklammer für ausgeschlossene endliche Randwerte.
6
Randwert testen
Setze den Randwert in die ursprüngliche Ungleichung ein und kontrolliere die Entscheidung.
AG 2.4 – Probe für Ungleichung durchführen
Durch geeignete Testwerte prüfen, ob ein Wert zur Lösungsmenge gehört.
1
Testwert wählen
Wähle einen konkreten Wert, dessen Zugehörigkeit zur Lösungsmenge geprüft werden soll.
2
In Ausgangsungleichung einsetzen
Ersetze die durch den Testwert.
3
Beide Seiten berechnen
Berechne linke und rechte Seite vollständig.
4
Vergleichsaussage prüfen
Entscheide, ob die entstandene Aussage wahr oder falsch ist.
5
Zugehörigkeit folgern
Bei wahrer Aussage gehört der Testwert zur Lösungsmenge, sonst nicht.
6
Mit Lösungsdarstellung vergleichen
Kontrolliere, ob das Ergebnis zur angegebenen Ungleichung, Intervallschreibweise oder Zahlengeraden passt.
AG 2.4 – Ungleichung im Kontext deuten
Die Lösungsmenge einer linearen Ungleichung im Sachkontext interpretieren.
1
Variable im Kontext erinnern
Nenne die Bedeutung der und ihre Einheit.
2
Mathematische Lösungsmenge lesen
Bestimme Randwert, Richtung und gegebenenfalls eingeschlossenen Randpunkt.
3
Sachliche Einschränkungen prüfen
Beachte Bedingungen wie Nichtnegativität, Ganzzahligkeit oder natürliche Obergrenzen.
4
Grenzwert deuten
Erkläre, was der Randwert im Sachzusammenhang bedeutet.
5
Lösungsbereich in Worte übersetzen
Formuliere, welche Werte der Sachgröße die Bedingung erfüllen.
6
Kontextsatz abschließen
Gib die zulässige Menge mit Einheit und einer verständlichen Aussage wie mindestens, höchstens, mehr als oder weniger als an.
f(x) = 2x + 1
g(x) = 7
Anschließend:
Schnittpunkt(f, g)
Der Schnittpunkt liefert den Randwert. Danach wird geprüft, auf welcher Seite f(x)<g(x) oder f(x)>g(x) gilt.
5. Randwert kontrollieren
Für
Löse(2x + 1 <= 7, x)
kann der Randwert durch Einsetzen geprüft werden:
Ersetze(2x + 1, x, 3)
Ergebnis:
7
Da Gleichheit erlaubt ist, gehört x=3 zur Lösungsmenge.
Übersicht
Ziel
GeoGebra-Eingabe
Ungleichung lösen
Löse(..., x)
Bereich grafisch anzeigen
Ungleichung direkt eingeben
Vergleichsgeraden zeichnen
f(x)=..., g(x)=...
Randwert bestimmen
Schnittpunkt(f, g)
Randwert prüfen
Ersetze(...)
Wichtig: GeoGebra zeigt den mathematischen Lösungsbereich. Ob nur ganze, nichtnegative oder anderweitig eingeschränkte Werte im Kontext zulässig sind, muss selbst entschieden werden.