Typische Verläufe von Polynomfunktionen
Kompetenzcode: FA 4.1
Bereich: Funktionale Abhängigkeiten
Eine Polynomfunktion hat die Form
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Lies die Erklärung in Ruhe durch und nutze anschließend die Schrittlisten, um das Vorgehen sicher anzuwenden.
Kompetenzcode: FA 4.1
Bereich: Funktionale Abhängigkeiten
Eine Polynomfunktion hat die Form
So gehst du vor
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
Polynomfunktionen erkennen, ordnen sowie Grad und Leitkoeffizient korrekt bestimmen.
Nur nichtnegative ganze zulassen.
Nach fallenden sortieren.
gleicher Potenzen verbinden.
Höchsten mit ungleich null wählen.
des höchsten Potenzterms angeben.
Digitales Werkzeug
Wichtige Befehle und ihre Verwendung zu diesem Thema.
GeoGebra kann typische Polynomverläufe und das Endverhalten verschiedener Grade veranschaulichen.
f0(x)=2
f1(x)=x-1
f2(x)=x^2-2
f3(x)=x^3-3x
f4(x)=x^4-4x^2+1
g1(x)=x^4
g2(x)=-x^4
g3(x)=x^3
g4(x)=-x^3
Beobachtungsaufträge:
Für
h(x)=x^4-4x^2+1
können drei Extremstellen sichtbar gemacht werden.
Daraus folgt:
Grad(h) >= 4
Da die selbst Grad 4 besitzt, wird die obere Grenze erreicht.
Mehrere können so gewählt werden, dass sie im sichtbaren Ausschnitt ähnlich aussehen. Dadurch wird deutlich:
Nächster Schritt
Starte eine Aufgabensammlung, speichere deinen Fortschritt und hole dir bei Bedarf schrittweise Unterstützung.
mit
Der höchste vorkommende ist der Grad der Polynomfunktion. Der heißt Leitkoeffizient.
Leitidee: Grad und Leitkoeffizient bestimmen, wohin die beiden Äste des Graphen für große positive und negative -Werte zeigen.
Bei einer Polynomfunktion kommen nur nichtnegative ganze Exponenten vor:
Beispiele:
Keine Polynomfunktionen sind zum Beispiel:
Typische Polynomgraphen sind
Diese Merkmale sind eine gute Erkennungshilfe. Für eine sichere Zuordnung braucht man zusätzlich Informationen über , Grad oder Endverhalten.
Bei
ist der höchste Exponent
Der Leitkoeffizient lautet
Terme müssen gegebenenfalls zuerst geordnet und zusammengefasst werden.
Gleichartige Terme zusammenfassen:
Daher gilt:
Für große Beträge von dominiert der Leitterm
Die niedrigeren Potenzterme beeinflussen zwar Hügel, Täler, Nullstellen und Wendungen, aber nicht das grundsätzliche Endverhalten.
Bei geradem Grad zeigen beide Äste in dieselbe Richtung.
Bei ungeradem Grad zeigen die beiden Äste in entgegengesetzte Richtungen.
Gerader Grad: gleiche Richtung.
Ungerader Grad: unterschiedliche Richtungen.
Der rechte Ast verrät das Vorzeichen des Leitkoeffizienten.
Der Graph ist eine waagrechte Gerade.
Der Graph ist eine nicht waagrechte Gerade.
Ein typischer Graph ist eine Parabel. Beide Äste zeigen in dieselbe Richtung.
Ein typischer Graph ist S-förmig oder besitzt einen Hoch- und einen Tiefpunkt. Die Äste zeigen in entgegengesetzte Richtungen.
Ein typischer Graph kann W- oder M-förmig sein. Beide Äste zeigen in dieselbe Richtung.
Wichtig: Ein Grad legt nicht einen einzigen Graphen fest. Eine Funktion vierten Grades muss nicht immer genau wie ein W aussehen. Sicher sind vor allem Endverhalten und obere Grenzen für charakteristische Stellen.
Im Alltag kann man Hoch- und Tiefpunkte als Hügel und Täler bezeichnen.
Für eine Polynomfunktion vom Grad gilt:
Sieht man Extremstellen, dann folgt:
Ein sichtbarer Hügel oder ein sichtbares Tal:
Zwei Extremstellen:
Drei Extremstellen:
Achtung: Die Anzahl der Hügel und Täler liefert meistens nur einen Mindestgrad. Ein Graph mit einer Extremstelle kann zum Beispiel Grad , , oder höher besitzen.
In konkreten Aufgaben wird häufig zusätzlich ein maximal möglicher Grad angegeben, zum Beispiel:
Dann kann man Endverhalten und Extremstellen kombinieren.
Der abgebildete Graph gehört zu einer Polynomfunktion mit
Bestimme den Grad und das Vorzeichen des Leitkoeffizienten.
Beide Äste zeigen nach oben.
Der Graph besitzt drei Extremstellen: zwei Tiefpunkte und einen Hochpunkt.
Es gilt:
Somit:
Der rechte Ast zeigt nach oben.
Ein Graph besitzt zwei Extremstellen. Sein linker Ast zeigt nach oben und sein rechter Ast nach unten. Zusätzlich gilt:
Die Äste zeigen in entgegengesetzte Richtungen:
Zwei Extremstellen bedeuten:
Unter den ungeraden Graden bis bleibt nur:
Der rechte Ast zeigt nach unten:
Bei ausreichend groß dargestelltem Bereich kann man häufig erkennen:
Ohne Zusatzinformation erkennt man nicht zwingend:
Graphen zeigen immer nur den dargestellten Ausschnitt.
Die Zahl der Terme ist nicht der Grad.
besitzt nur zwei Terme, aber Grad .
Eine Polynomfunktion vom Grad hat höchstens reelle Nullstellen. Sie muss nicht genau reelle Nullstellen besitzen.
Eine Extremstelle bedeutet nur:
Sie beweist nicht automatisch Grad .
Ein gerader Grad bedeutet nicht automatisch Achsensymmetrie. Ein ungerader Grad bedeutet nicht automatisch Punktsymmetrie. Die Parität bestimmt das Endverhalten, nicht zwingend die Symmetrie des gesamten Graphen.
Grad:
Leitkoeffizient:
Daher zeigen beide Äste nach oben.
Grad:
Leitkoeffizient:
Daher zeigt der linke Ast nach oben und der rechte Ast nach unten.
Grad:
Leitkoeffizient:
Daher zeigen beide Äste nach unten.
Alle Exponenten sind nichtnegative ganze Zahlen.
Der Term
besitzt einen negativen Exponenten.
Der Term
besitzt keinen ganzzahligen Exponenten.
Kontrollfrage: Habe ich Astregel, Extremstellen und alle Zusatzinformationen gemeinsam verwendet?
Gradparität, Astrichtung und Vorzeichen des Leitkoeffizienten zwischen Formel und Graph verbinden.
Gleiche oder unterschiedliche Richtung feststellen.
Gleich bedeutet gerade, unterschiedlich ungerade.
Oben bedeutet positives, unten negatives .
Endverhalten aus begründen.
Linken und rechten Ast eindeutig beschreiben.
Sichtbare Extremstellen zählen und daraus eine fachlich korrekte untere Gradgrenze ableiten.
Hoch- und Tiefpunkte gemeinsam erfassen.
Bei k Extremstellen n≥k+1 notieren.
Zwischen mindestens und genau unterscheiden.
Endverhalten mit der unteren Grenze kombinieren.
Obere Gradgrenze zur Eindeutigkeit einsetzen.
Mehrere Beobachtungen zu einem möglichen oder eindeutigen Polynomgrad verbinden.
Glätte, Zusammenhang und fehlende Asymptoten prüfen.
Gradparität und Vorzeichen ableiten.
Extremstellenregel anwenden.
Parität, Mindestgrad und Obergrenze kombinieren.
Exakten oder nur möglichen Grad korrekt formulieren.
Grad, Symmetrie, , Extremstellen und dargestellten Graphenausschnitt kritisch unterscheiden.
Höchsten statt Anzahl der Summanden verwenden.
Endverhalten nicht mit Achsen- oder Punktsymmetrie verwechseln.
Null- und Extremstellen nicht als exakte Anzahl deuten.
Nicht sichtbare Bereiche als Unsicherheit berücksichtigen.
Alle Beobachtungen und Zusatzinfos gemeinsam prüfen.
Aus einer Funktionsgleichung den Grad der Polynomfunktion bestimmen.
Schreibe die nach fallenden Potenzen der .
Betrachte nur mit von 0 verschiedenem .
Bestimme den höchsten vorkommenden der .
Dieser höchste ist der Grad der Polynomfunktion.
Eine von 0 verschiedene konstante Polynomfunktion besitzt Grad 0.
Ignoriere mit 0 und nenne den Grad als nichtnegative ganze Zahl.
Den typischen Graphen einer Polynomfunktion ersten Grades erkennen.
Prüfe, dass der höchste 1 ist.
Eine Polynomfunktion ersten Grades hat die Form f(x)=a·x+b mit a ungleich 0.
Der Graph ist eine nicht waagrechte Gerade.
Für a>0 steigt, für a<0 fällt die Gerade.
Der konstante b bestimmt die vertikale Lage der Geraden.
Ordne den geradlinigen Verlauf eindeutig dem Grad 1 zu.
Den typischen Graphen einer Polynomfunktion zweiten Grades erkennen.
Prüfe, dass der höchste 2 ist.
Eine Polynomfunktion zweiten Grades besitzt einen von 0 verschiedenen x²-.
Der Graph ist eine Parabel.
Das Vorzeichen des Leitkoeffizienten entscheidet über Öffnung nach oben oder unten.
Jede Parabel besitzt eine senkrechte Symmetrieachse.
Ordne den parabelförmigen Verlauf eindeutig dem Grad 2 zu.
Typische Graphen von Polynomfunktionen dritten Grades erkennen.
Prüfe, dass der höchste 3 ist.
Eine Polynomfunktion dritten Grades besitzt typischerweise einen S-förmigen beziehungsweise in den Enden entgegengesetzten Verlauf.
Bei ungeradem Grad zeigen die beiden Enden des Graphen in entgegengesetzte vertikale Richtungen.
Ein kubischer Graph kann Hoch- und Tiefpunkt besitzen, muss aber nicht.
Sein Vorzeichen bestimmt, welches Ende für große positive x-Werte nach oben beziehungsweise unten verläuft.
Ordne den Graphen anhand von Grad, Endverhalten und möglicher S-Form als kubisch ein.
Typische Graphen von Polynomfunktionen vierten Grades erkennen.
Prüfe, dass der höchste 4 ist.
Bei geradem Grad verlaufen beide Graphenden in dieselbe vertikale Richtung.
Ein positiver Leitkoeffizient führt beide Enden nach oben, ein negativer beide nach unten.
Ein Polynom vierten Grades kann mehrere Hoch- und Tiefpunkte besitzen.
Der Graph kann deutlich komplexer als eine Parabel verlaufen.
Ordne einen passenden glatten Verlauf mit gleichgerichteten Enden dem Grad 4 zu.
Das Endverhalten einer Polynomfunktion geraden Grades beschreiben.
Stelle fest, dass der Grad gerade ist.
Bestimme Vorzeichen und Grad des führenden Terms.
Für große |x| dominiert der Leitterm das Funktionsverhalten.
Bei positivem Leitkoeffizienten verlaufen beide Graphenden nach oben.
Bei negativem Leitkoeffizienten verlaufen beide Graphenden nach unten.
Beschreibe, dass bei geradem Grad beide Enden des Graphen in dieselbe vertikale Richtung zeigen.
Das Endverhalten einer Polynomfunktion ungeraden Grades beschreiben.
Stelle fest, dass der Grad ungerade ist.
Bestimme Vorzeichen und Grad des führenden Terms.
Für große |x| dominiert der Leitterm.
Bei positivem Leitkoeffizienten verläuft der Graph links nach unten und rechts nach oben.
Bei negativem Leitkoeffizienten verläuft der Graph links nach oben und rechts nach unten.
Beschreibe die entgegengesetzten vertikalen Richtungen der beiden Graphenden.
Den Einfluss des Leitkoeffizienten auf das Endverhalten des Graphen beschreiben.
Bestimme den des Terms mit dem höchsten .
Unterscheide geraden und ungeraden Grad.
Ein positiver Leitkoeffizient bestimmt die Standardorientierung des Endverhaltens.
Ein negatives Vorzeichen spiegelt das Endverhalten vertikal.
Gib für große negative und große positive x-Werte die jeweilige Richtung des Graphen an.
Erkläre das Vorzeichen des Leitkoeffizienten als entscheidend für die vertikale Orientierung der Graphenden.
Zuerst händisch anhand von Astregel und Extremstellen argumentieren. GeoGebra dient danach zur Visualisierung und Kontrolle.