Wahrscheinlichkeit und Statistik23 SchrittlistenPDF verfügbar
Statistische Kennzahlen fassen viele Einzelwerte in wenigen aussagekräftigen Zahlen zusammen. Eine Kennzahl beantwortet aber immer nur eine bestimmte Frage. Deshalb müssen Lage und Streuung gemeinsam betrachtet werden.
Zentrales Ziel: Daten ordnen, passende Lage- und Streuungsmaße berechnen und die Kennzahlen gemeinsam im Kontext interpretieren.
1. Daten zuerst ordnen
Für Median, Quartile und Boxplot müssen die Daten aufsteigend geordnet sein:
x1
So gehst du vor
Schrittlisten
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
WS 1.3 – Grundbegriffe und Voraussetzungen sichern
Begriffe, Zeichen, Größen und Voraussetzungen der Kompetenz systematisch klären.
1
Aufgabenart erkennen
Ordne die Aufgabe dem passenden mathematischen Thema zu.
2
Gegebene Größen markieren
Notiere Werte, , Einheiten und Bedingungen übersichtlich.
3
Begriffe erklären
Formuliere die zentralen Begriffe in eigenen Worten.
4
Voraussetzungen prüfen
Kontrolliere Definitionsbereich, Modellannahmen und zulässige Werte.
5
Zielgröße festlegen
Schreibe auf, was berechnet, entschieden oder interpretiert werden soll.
6
Passende Darstellung wählen
Entscheide zwischen Text, Tabelle, Graph, oder Skizze.
Digitales Werkzeug
GeoGebra
Wichtige Befehle und ihre Verwendung zu diesem Thema.
GeoGebra-Übersicht: WS 1.3 – Statistische Kennzahlen ermitteln und interpretieren
Diese Übersicht ist von der Tutor-Zusammenfassung getrennt. Die Befehle dienen zur Darstellung, Kontrolle und Untersuchung; die mathematische Entscheidung muss vorher nachvollzogen werden.
1. Befehlsübersicht
Befehl
Syntax
Verwendung
Beispiel
Ansicht
Voraussetzung
Mittelwert
Mittelwert(Liste)
arithmetisches Mittel
Mittelwert({2,3,3,4,30})
Algebra/CAS
Zahlenliste
Median
Nächster Schritt
Festige das Thema mit passenden Aufgaben.
Starte eine Aufgabensammlung, speichere deinen Fortschritt und hole dir bei Bedarf schrittweise Unterstützung.
Dabei ist n die Anzahl aller Werte. Im Beispiel gilt:
n=4.
2. Arithmetisches Mittel
Das arithmetische Mittel wird meist kurz Mittelwert genannt.
x=nx1+x2+⋯+xn.
Schülernah:
Mittelwert=Anzahl aller WerteSumme aller Werte
Beispiel:
x=42+4+4+6=416=4.
Der Mittelwert wirkt wie ein Ausgleichspunkt der Daten.
Kontrolle über die Abweichungen
Die Abweichungen vom Mittelwert ergeben zusammen 0:
(2−4)+(4−4)+(4−4)+(6−4)=−2+0+0+2=0.
3. Mittelwert aus einer Häufigkeitstabelle
Kommt ein Wert mehrfach vor, kann mit den absoluten Häufigkeiten gerechnet werden.
Wert xi
absolute Häufigkeit Hi
1
2
2
3
4
1
Damit:
x=2+3+11⋅2+2⋅3+4⋅1=612=2.
Allgemein:
x=H1+H2+⋯+Hkx1H1+x2H2+⋯+.
Dabei ist Hi die absolute Häufigkeit des Wertes xi.
4. Median
Der Median teilt die geordneten Daten in eine untere und eine obere Hälfte.
Ungerade Anzahl von Werten
2,4,5,8,10
Der mittlere Wert ist:
Median=5.
Gerade Anzahl von Werten
2,4,6,10
Es gibt zwei mittlere Werte. Daher:
Median=24+6=5.
Merksatz: Vor der Bestimmung des Medians müssen die Daten immer geordnet werden.
5. Modalwert
Der Modalwert ist der Wert mit der größten absoluten Häufigkeit.
Beispiel:
2,3,3,4,5
Daher:
Modalwert=3.
Es kann auch mehrere Modalwerte geben:
2,2,4,4,7.
Hier sind 2 und 4 gleich häufig. Es gibt zwei Modalwerte.
Sind alle Werte gleich häufig, gibt es keinen eindeutigen Modalwert.
6. Mittelwert, Median und Ausreißer
Vergleiche:
Datensatz A:
3,4,4,5,5,6
Datensatz B:
3,4,4,5,5,30.
Für A gilt:
xA=63+4+4+5+5+6=4,5
und:
MedianA=4,5.
Für B gilt:
xB=63+4+4+5+5+30=8,5
und:
MedianB=4,5.
Der Ausreißer 30 zieht den Mittelwert stark nach oben. Der Median bleibt unverändert.
Folgerung: Bei starken Ausreißern ist der Median häufig aussagekräftiger als der Mittelwert.
7. Minimum, Maximum und Spannweite
Das Minimum ist der kleinste, das Maximum der größte Wert.
Die Spannweite lautet:
R=xmax−xmin.
Schülernah:
Spannweite=gro¨ßter Wert−kleinster Wert
Beispiel:
2,4,4,6,9
Damit:
R=9−2=7.
Die Spannweite verwendet nur zwei Werte und reagiert daher stark auf Ausreißer.
8. Quartile
Quartile teilen geordnete Daten in vier Bereiche.
Wir verwenden im Lerncoach folgende Methode:
Daten aufsteigend ordnen.
Median bestimmen.
Bei ungerader Anzahl wird der Median nicht in die beiden Hälften aufgenommen.
Q1 ist der Median der unteren Hälfte.
Q3 ist der Median der oberen Hälfte.
Beispiel:
8,10,12,14,14,16,18,18,20,22,24.
Der Median ist:
Median=16.
Untere Hälfte:
8,10,12,14,14⇒Q1=12.
Obere Hälfte:
18,18,20,22,24⇒Q3=20.
9. Interquartilsabstand
Der Interquartilsabstand beschreibt die Breite der mittleren 50% der Daten.
IQR=Q3−Q1.
Im Beispiel:
IQR=20−12=8.
Der Interquartilsabstand reagiert weniger stark auf extreme Werte als die Spannweite.
10. Boxplot
Ein Boxplot zeigt:
Minimum,
erstes Quartil Q1,
Median,
drittes Quartil Q3,
Maximum.
Die Box reicht von Q1 bis Q3 und enthält die mittleren 50% der Daten.
Die Antennen reichen in diesem Lerncoach vom Minimum bis zum Maximum.
11. Empirische Varianz mit Divisor n
Die Varianz beschreibt die mittlere quadrierte Abweichung vom Mittelwert.
Im Lerncoach verwenden wir die empirische Varianz mit dem Divisor n:
s2=n(x1−x)2+(x2−x)2+⋯+(xn−x)2.
Die Abweichungen werden quadriert, damit:
negative und positive Abweichungen sich nicht aufheben,
größere Abweichungen stärker berücksichtigt werden.
Beispiel
Gegeben:
2,4,4,6.
Mittelwert:
x=4.
Abweichungen:
2−4=−2,4−4=0,4−4=0,6−4=2.
Quadrate der Abweichungen:
(−2)2=4,02=0,02=0,22=4.
Varianz:
s2=44+0+0+4=2.
Die Einheit der Varianz ist die quadrierte Einheit der Daten.
12. Standardabweichung
Die Standardabweichung ist die aus der Varianz:
s=s2.
Vollständig ausgeschrieben:
s=n(x1−x)2+(x2−x)2+⋯+(xn−x)2.
Für das Beispiel gilt:
s=2≈1,41.
Die Standardabweichung besitzt dieselbe Einheit wie die ursprünglichen Daten.
Deutung: Eine kleine Standardabweichung bedeutet, dass die Werte eng beisammenliegen. Eine große Standardabweichung bedeutet eine stärkere Streuung.
13. Gleiche Lage, unterschiedliche Streuung
Datensatz A:
4,5,6
Datensatz B:
0,5,10.
Beide besitzen:
x=5undMedian=5.
Für A:
sA=3(4−5)2+(5−5)2+(6−5)2=32≈0,82.
Für B:
sB=3(0−5)2+(5−5)2+(10−5)2=350≈4,08.
Die Lage ist gleich, die Streuung aber sehr verschieden.
14. Gewogenes Mittel
Nicht alle Werte müssen gleich stark gewichtet werden.
Beispiel: Eine Note zählt doppelt, eine andere dreifach.
xgewogen=g1+g2+⋯+gkx1g1+x2g2+⋯+.
Beispiel:
xgewogen=2+3+510⋅2+15⋅3+20⋅5=10165=16,5.
Gewichte dürfen nicht ignoriert werden.
15. Welche Kennzahl ist geeignet?
Situation
Besonders hilfreiche Kennzahl
ungefähr symmetrische Daten ohne starke Ausreißer
Mittelwert und Standardabweichung
Daten mit starken Ausreißern
Median und Interquartilsabstand
häufigster Einzelwert gesucht
Modalwert
gesamte Breite der Daten gesucht
Spannweite
mittlere Hälfte der Daten vergleichen
Quartile und Interquartilsabstand
Werte unterschiedlich stark gewichtet
gewogenes Mittel
16. Kennzahlen gemeinsam interpretieren
Eine vollständige Interpretation verbindet Lage und Streuung.
Beispiel:
Beide Klassen erreichen im Mittel dieselbe Punktezahl. In Klasse B ist die Standardabweichung jedoch größer. Die Ergebnisse der Klasse B schwanken daher stärker um den gemeinsamen Mittelwert.
Eine gute Deutung nennt:
die verwendete Kennzahl,
den Wert,
die Einheit,
den Bezug zum Kontext,
auffällige Ausreißer,
bei Vergleichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
17. Typische Fehler
Daten vor Median und Quartilen nicht geordnet
Median und Quartile beziehen sich auf Positionen in der geordneten Liste.
Häufigkeiten beim Mittelwert nicht berücksichtigt
Bei einer Häufigkeitstabelle muss jeder Wert mit seiner absoluten Häufigkeit multipliziert werden.
Mittelwert ohne Ausreißerprüfung gedeutet
Ein einzelner extremer Wert kann den Mittelwert stark verschieben.
Spannweite als typische Abweichung gedeutet
Die Spannweite verwendet nur Minimum und Maximum.
Varianz und Standardabweichung verwechselt
Die Varianz besitzt eine quadrierte Einheit. Die Standardabweichung besitzt dieselbe Einheit wie die Daten.
Wurzel bei der Standardabweichung vergessen
Aus s2 wird erst durch die Quadratwurzel s.
Lage ohne Streuung angegeben
Zwei Datensätze können denselben Mittelwert besitzen und trotzdem sehr unterschiedlich verteilt sein.
18. Arbeitsablauf
Schritt
Leitfrage
1. Daten prüfen
Sind alle Werte und Einheiten klar?
2. Daten ordnen
Wird Median, Quartil oder Boxplot benötigt?
3. Kennzahl wählen
Geht es um Lage, Streuung oder beides?
4. Berechnen
Sind alle Werte und Häufigkeiten berücksichtigt?
5. Kontrollieren
Liegt das Ergebnis in einem plausiblen Bereich?
6. Vergleichen
Was ist gleich, was unterscheidet sich?
7. Deuten
Was bedeutet die Kennzahl im Kontext?
Zusammenfassung
Der Mittelwert ist die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl.
Der Median ist der mittlere Wert der geordneten Daten.
Der Modalwert ist der häufigste Wert.
Die Spannweite lautet größter Wert minus kleinster Wert.
Q1 und Q3 begrenzen die mittleren 50% der Daten.
Der Interquartilsabstand lautet IQR=Q3−Q1.
Die Varianz verwendet quadrierte Abweichungen vom Mittelwert.
Die Standardabweichung besitzt dieselbe Einheit wie die Daten.
Ausreißer beeinflussen den Mittelwert und die Spannweite besonders stark.
Lage und Streuung müssen gemeinsam interpretiert werden.
7
Start kontrollieren
Prüfe, ob alle Angaben korrekt übertragen wurden.
WS 1.3 – Darstellungen lesen und wechseln
Text, Tabelle, Graph und Formel miteinander verbinden und ihre jeweilige Aussage deuten.
1
Ausgangsdarstellung lesen
Beschreibe zunächst nur, was direkt gegeben ist.
2
Größen zuordnen
Ordne Achsen, Spalten, und Einheiten eindeutig zu.
3
Kennwerte entnehmen
Lies charakteristische Werte oder Beziehungen ab.
4
Zielform festlegen
Bestimme, welche Darstellung hergestellt werden soll.
5
Darstellung erzeugen
Übertrage die Informationen schrittweise und vollständig.
6
Zusammenhang erklären
Begründe, warum beide Darstellungen dasselbe beschreiben.
7
Rückkontrolle
Prüfe ausgewählte Werte in beiden Darstellungen.
WS 1.3 – Mathematisches Verfahren anwenden
Ein passendes Rechen- oder Analyseverfahren auswählen, durchführen und dokumentieren.
1
Modell oder Formel wählen
Nutze ein Verfahren, das besonders zu „Lage- und Streuungsmaße unterscheiden“ passt.
2
Werte einsetzen
Setze Zahlen und mit korrekten Vorzeichen und Klammern ein.
3
Schrittweise umformen
Dokumentiere äquivalente oder begründete Rechenschritte.
4
Technische Rechnung ausführen
Berechne sorgfältig und vermeide vorzeitiges Runden.
5
Zwischenergebnis prüfen
Kontrolliere Größenordnung, Vorzeichen und Definitionsbereich.
6
Ergebnis darstellen
Gib exakte und gegebenenfalls sinnvoll gerundete Werte an.
7
Rechenweg rückprüfen
Setze das Ergebnis ein oder verwende ein unabhängiges Kriterium.
WS 1.3 – Ergebnis im Kontext deuten
Mathematische Ergebnisse in vollständigen Sätzen mit Einheiten, Bezugsgrößen und Gültigkeitsbereich erklären.
1
Ergebnis identifizieren
Benenne, welche mathematische Größe berechnet wurde.
2
Einheit ergänzen
Ordne die sachlich passende Einheit zu.
3
Bezug nennen
Erkläre, auf welche Ausgangsgröße, Zeit oder Situation sich das Ergebnis bezieht.
4
Vorzeichen deuten
Formuliere Zunahme, Abnahme, Richtung oder Lage.
5
Gültigkeitsbereich beachten
Prüfe, für welche Werte und Bedingungen die Aussage gilt.
6
Antwortsatz schreiben
Formuliere eine klare Antwort auf die Ausgangsfrage.
7
Plausibilität bewerten
Vergleiche die Aussage mit Alltag, Skizze oder Datenlage.
WS 1.3 – Lösung kontrollieren und Fehler vermeiden
Ergebnisse durch Probe, Gegenrechnung, Graph, Einheit und Modellkritik absichern.
1
Formale Probe
Kontrolliere , oder Wahrscheinlichkeiten rechnerisch.
2
Darstellungsprobe
Vergleiche mit Tabelle, Graph oder Skizze.
3
Einheitenprobe
Prüfe, ob Einheit und Dimension zum Ergebnis passen.
4
Definitionsprobe
Schließe unzulässige Werte und Scheinlösungen aus.
5
Grenzfall prüfen
Teste einen einfachen oder extremen Fall.
6
Typischen Fehler suchen
Vergleiche den Rechenweg mit bekannten Fehlerquellen.
7
Endfassung erstellen
Gib Rechnung, Ergebnis und Deutung übersichtlich an.
WS 1.3 – Absolute Häufigkeit bestimmen
Die absolute Häufigkeit eines Merkmalswerts bestimmen.
1
Merkmalswert festlegen
Bestimme den Wert oder die Kategorie, deren absolute Häufigkeit gesucht wird.
2
Datensatz vollständig durchgehen
Prüfe jede Beobachtung genau einmal.
3
Vorkommen zählen
Erhöhe den Zähler jedes Mal um 1, wenn der gesuchte Merkmalswert vorkommt.
4
Mehrfachvorkommen vollständig erfassen
Gleiche Werte werden so oft gezählt, wie sie tatsächlich auftreten.
5
Absolute Häufigkeit notieren
Gib die erhaltene Anzahl als ganze Zahl an.
6
Kontrolle durchführen
Die absolute Häufigkeit darf nicht größer als die Gesamtzahl der Beobachtungen sein.
WS 1.3 – Relative Häufigkeit bestimmen
Die relative Häufigkeit eines Merkmalswerts berechnen.
1
Absolute Häufigkeit bestimmen
Notiere die Anzahl h der Beobachtungen mit dem gesuchten Merkmalswert.
2
Gesamtzahl bestimmen
Bestimme die Gesamtzahl n aller Beobachtungen.
3
Quotienten bilden
Berechne die relative Häufigkeit als h/n.
4
Bruch oder Dezimalzahl vereinfachen
Kürze den Bruch oder berechne einen passenden Dezimalwert.
5
Wertebereich prüfen
Eine relative Häufigkeit liegt zwischen 0 und 1.
6
Ergebnis zuordnen
Notiere die relative Häufigkeit beim richtigen Merkmalswert.
WS 1.3 – Relative Häufigkeit in Prozent angeben
Eine relative Häufigkeit als Prozentwert darstellen.
1
Relative Häufigkeit notieren
Übernimm die relative Häufigkeit als Bruch oder Dezimalzahl.
2
In Prozent umwandeln
Multipliziere die relative Häufigkeit mit 100.
3
Prozentzeichen ergänzen
Kennzeichne das Ergebnis mit %.
4
Sinnvoll runden
Runde nur auf die in der Aufgabe verlangte Genauigkeit.
5
Wertebereich prüfen
Eine Prozenthäufigkeit liegt zwischen 0 % und 100 %.
6
Rückkontrolle durchführen
Teile den Prozentwert gedanklich durch 100 und vergleiche mit der ursprünglichen relativen Häufigkeit.
WS 1.3 – Arithmetisches Mittel aus Liste berechnen
Das arithmetische Mittel eines einfachen Datensatzes berechnen.
1
Datenwerte notieren
Schreibe alle Werte des Datensatzes vollständig auf.
2
Werte addieren
Addiere alle Datenwerte zu einer Gesamtsumme.
3
Anzahl bestimmen
Zähle, wie viele Datenwerte vorhanden sind.
4
Durch Anzahl teilen
Teile die Gesamtsumme durch die Anzahl der Werte.
5
Arithmetisches Mittel notieren
Gib den erhaltenen Durchschnitt mit passender Einheit an.
6
Plausibilität prüfen
Das arithmetische Mittel muss zwischen Minimum und Maximum des Datensatzes liegen.
WS 1.3 – Arithmetisches Mittel aus Häufigkeitstabelle berechnen
Das arithmetische Mittel unter Berücksichtigung absoluter Häufigkeiten berechnen.
1
Werte und Häufigkeiten lesen
Notiere zu jedem Merkmalswert x seine absolute Häufigkeit h.
2
Produkte bilden
Multipliziere jeden Merkmalswert mit seiner Häufigkeit.
3
Produkte addieren
Addiere alle erhaltenen Produkte zu einer gewichteten Gesamtsumme.
4
Gesamtzahl bestimmen
Addiere alle absoluten Häufigkeiten.
5
Durch Gesamtzahl teilen
Teile die gewichtete Gesamtsumme durch die Anzahl aller Beobachtungen.
6
Mittelwert prüfen
Kontrolliere, dass das Ergebnis zwischen kleinstem und größtem Merkmalswert liegt.
WS 1.3 – Median bei ungerader Datenanzahl bestimmen
Den Median eines geordneten Datensatzes mit ungerader Anzahl bestimmen.
1
Daten ordnen
Bringe alle Werte in aufsteigende Reihenfolge.
2
Datenanzahl bestimmen
Zähle die Anzahl n der Werte und prüfe, dass n ungerade ist.
3
Mittlere Position berechnen
Bei ungeradem n liegt der Median an Position (n+1)/2.
4
Mittleren Wert ablesen
Lies den Datenwert an dieser Position ab.
5
Median notieren
Gib den mittleren Wert als Median an.
6
Position prüfen
Links und rechts vom Median müssen gleich viele Datenwerte liegen.
WS 1.3 – Median bei gerader Datenanzahl bestimmen
Den Median eines geordneten Datensatzes mit gerader Anzahl bestimmen.
1
Daten ordnen
Bringe alle Werte in aufsteigende Reihenfolge.
2
Datenanzahl bestimmen
Zähle die Anzahl n der Werte und prüfe, dass n gerade ist.
3
Zwei mittlere Positionen finden
Die mittleren Werte stehen an den Positionen n/2 und n/2+1.
4
Beide Werte ablesen
Notiere die beiden mittleren Datenwerte.
5
Mittel der beiden bilden
Addiere die beiden Werte und teile durch 2.
6
Median prüfen
Der Median muss zwischen den beiden mittleren Datenwerten liegen.
WS 1.3 – Modus bestimmen
Den häufigsten Merkmalswert eines Datensatzes bestimmen.
1
Häufigkeiten bestimmen
Zähle, wie oft jeder verschiedene Merkmalswert vorkommt.
2
Größte Häufigkeit suchen
Bestimme die höchste vorkommende Häufigkeit.
3
Zugehörigen Wert finden
Der Merkmalswert mit dieser Häufigkeit ist ein Modus.
4
Mehrere Modi beachten
Haben mehrere Werte dieselbe größte Häufigkeit, gibt es mehrere Modi.
5
Sonderfall erkennen
Kommt jeder Wert gleich oft vor, ist kein einzelner Wert häufiger als die anderen.
6
Modus angeben
Notiere den oder die häufigsten Merkmalswerte, nicht die Häufigkeit selbst.
WS 1.3 – Unteres Quartil bestimmen
Das untere Quartil eines einfachen geordneten Datensatzes bestimmen.
1
Daten ordnen
Bringe den Datensatz in aufsteigende Reihenfolge.
2
Median bestimmen
Bestimme zunächst den Median des gesamten Datensatzes.
3
Untere Datenhälfte festlegen
Betrachte die untere Hälfte nach der in der Aufgabe beziehungsweise im Kurs verwendeten Quartilsregel.
4
Median der unteren Hälfte bestimmen
Bestimme den mittleren Wert dieser unteren Datenhälfte.
5
Unteres Quartil notieren
Dieser Wert ist das erste Quartil Q1.
6
Lage prüfen
Q1 darf nicht größer als der Median des Gesamtdatensatzes sein.
WS 1.3 – Oberes Quartil bestimmen
Das obere Quartil eines einfachen geordneten Datensatzes bestimmen.
1
Daten ordnen
Bringe den Datensatz in aufsteigende Reihenfolge.
2
Median bestimmen
Bestimme zunächst den Median des gesamten Datensatzes.
3
Obere Datenhälfte festlegen
Betrachte die obere Hälfte nach der in der Aufgabe beziehungsweise im Kurs verwendeten Quartilsregel.
4
Median der oberen Hälfte bestimmen
Bestimme den mittleren Wert dieser oberen Datenhälfte.
5
Oberes Quartil notieren
Dieser Wert ist das dritte Quartil Q3.
6
Lage prüfen
Q3 darf nicht kleiner als der Median des Gesamtdatensatzes sein.
WS 1.3 – Spannweite berechnen
Die Spannweite als Maximum minus Minimum berechnen.
1
Minimum bestimmen
Suche den kleinsten Datenwert.
2
Maximum bestimmen
Suche den größten Datenwert.
3
Differenz bilden
Berechne Maximum minus Minimum.
4
Spannweite notieren
Die erhaltene Differenz ist die Spannweite.
5
Einheit übernehmen
Die Spannweite besitzt dieselbe Einheit wie die Datenwerte.
6
Plausibilität prüfen
Die Spannweite ist nie negativ und ist 0, wenn alle Werte gleich sind.
WS 1.3 – Empirische Varianz berechnen
Die empirische Varianz eines einfachen Datensatzes berechnen.
1
Arithmetisches Mittel bestimmen
Berechne zuerst den Mittelwert des Datensatzes.
2
Abweichungen berechnen
Bestimme für jeden Datenwert die Differenz zum Mittelwert.
3
Abweichungen quadrieren
Quadriere jede dieser Differenzen.
4
Quadratische Abweichungen addieren
Addiere alle quadrierten Abweichungen.
5
Durch die Datenanzahl teilen
Teile diese Summe bei der hier verwendeten empirischen Varianz durch die Anzahl n der Beobachtungen.
6
Varianz prüfen
Die empirische Varianz ist nicht negativ und hat die quadrierte Einheit der Daten.
WS 1.3 – Empirische Standardabweichung berechnen
Die empirische Standardabweichung eines einfachen Datensatzes berechnen.
1
Empirische Varianz bestimmen
Berechne oder übernimm die empirische Varianz des Datensatzes.
2
Nichtnegativität prüfen
Eine Varianz darf nicht negativ sein.
3
Quadratwurzel ziehen
Die empirische Standardabweichung ist die Quadratwurzel der empirischen Varianz.
4
Wert berechnen
Bestimme den nichtnegativen Wurzelwert.
5
Einheit zuordnen
Die Standardabweichung besitzt wieder dieselbe Einheit wie die ursprünglichen Daten.
6
Größe deuten
Ein kleiner Wert bedeutet geringe, ein größerer Wert stärkere Streuung um den Mittelwert.
WS 1.3 – Zentralmaß im Kontext deuten
Arithmetisches Mittel, Median oder Modus im Sachkontext interpretieren.
1
Verwendetes Zentralmaß benennen
Kläre, ob arithmetisches Mittel, Median oder Modus interpretiert werden soll.
2
Merkmal und Einheit bestimmen
Ordne der Kennzahl die untersuchte Größe und ihre Einheit zu.
3
Bedeutung des Maßes beachten
Das Mittel beschreibt einen rechnerischen Durchschnitt, der Median die mittlere Lage und der Modus den häufigsten Wert.
4
Zahlenwert in Kontext einsetzen
Verbinde die Kennzahl mit der konkreten Gruppe oder Untersuchung.
5
Keine falsche Einzelbeobachtung behaupten
Eine Kennzahl muss nicht selbst als beobachteter Einzelwert vorkommen.
6
Kontextsatz formulieren
Erkläre verständlich, was die Kennzahl für den Datensatz aussagt.
WS 1.3 – Streuungsmaß im Kontext deuten
Spannweite, Varianz oder Standardabweichung im Sachkontext interpretieren.
1
Streuungsmaß benennen
Kläre, ob Spannweite, Varianz oder Standardabweichung interpretiert wird.
2
Merkmal und Einheit beachten
Die Spannweite und Standardabweichung beziehen sich auf die Einheit der Daten; die Varianz auf deren Quadrat.
3
Größe des Streuungsmaßes betrachten
Kleinere Werte sprechen für engere, größere für stärkere Streuung.
4
Bezug zum Datensatz herstellen
Beschreibe, wie unterschiedlich die beobachteten Werte insgesamt beziehungsweise um das Zentrum liegen.
5
Keine Richtung hineininterpretieren
Ein Streuungsmaß beschreibt die Größe der Unterschiede, nicht ob Werte eher zu groß oder zu klein sind.
6
Kontextsatz formulieren
Erkläre die Streuung mit Bezug auf die untersuchte Größe.
WS 1.3 – Datensätze mit Kennzahlen vergleichen
Zwei Datensätze anhand von Zentral- und Streuungsmaßen vergleichen.
1
Zentralmaße gegenüberstellen
Vergleiche zunächst Mittelwert, Median oder andere vorgegebene Lagemaße beider Datensätze.
2
Streuungsmaße gegenüberstellen
Vergleiche Spannweite, Varianz oder Standardabweichung.