Potenzfunktionen erkennen und darstellen
Kompetenzcode: FA 3.1
Bereich: Funktionale Abhängigkeiten
Betrachtet werden Potenzfunktionen der Form
mit
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Lies die Erklärung in Ruhe durch und nutze anschließend die Schrittlisten, um das Vorgehen sicher anzuwenden.
Kompetenzcode: FA 3.1
Bereich: Funktionale Abhängigkeiten
Betrachtet werden Potenzfunktionen der Form
mit
So gehst du vor
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
Vorzeichen, Ganzzahligkeit und zulässige x-Werte einer Potenzfunktion zuerst klären.
z in der Formel eindeutig identifizieren.
Vorzeichen des bestimmen.
Zwischen z aus den ganzen Zahlen und z=1/2 unterscheiden.
Insbesondere x=0 bei negativen ausschließen.
Bei der x größer oder gleich 0 festhalten.
Zusammenhang, Äste und die Lage beider Graphenseiten aus Vorzeichen und Parität ableiten.
Digitales Werkzeug
Wichtige Befehle und ihre Verwendung zu diesem Thema.
GeoGebra eignet sich zum Vergleichen typischer Potenzfunktionen und zum Kontrollieren von Definitionsbereichen, Symmetrien und Asymptoten.
f(x)=x^2
g(x)=x^3
h(x)=x^(-2)
p(x)=x^(-3)
w(x)=sqrt(x)
q(x)=2*x^4-1
r(x)=-2*x^(-3)+2
Nächster Schritt
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sowie der Sonderfall
Um den Graphen zu erkennen, betrachten wir zuerst den , danach das Vorzeichen von und schließlich die Verschiebung .
Leitidee: Das Vorzeichen des Exponenten entscheidet, ob der Graph zusammenhängend ist. Die Parität entscheidet, wie sich der linke und der rechte Graphenteil zueinander verhalten.
Bei einer
helfen vier Fragen:
Für ganzzahlige Exponenten gilt:
Der Graph ist zusammenhängend.
Außerdem ist erlaubt. Der Graph geht durch
Der Sonderfall ist ebenfalls zusammenhängend, besitzt aber nur den Definitionsbereich
Für ganzzahlige Exponenten gilt:
Der Graph besteht aus zwei getrennten Ästen.
Denn
ist nicht erlaubt. Die Gerade
ist eine vertikale Asymptote. Außerdem nähert sich der Graph der horizontalen Geraden
Für gerade ganzzahlige Exponenten gilt:
Der linke und der rechte Graphenteil liegen auf derselben Seite der Geraden .
Für ungerade ganzzahlige Exponenten gilt:
Der linke und der rechte Graphenteil liegen auf verschiedenen Seiten der Geraden .
Diese Formulierung gilt sowohl für positive als auch für negative ungerade Exponenten.
Sprachlicher Hinweis: Bei negativen Exponenten spricht man treffend von zwei Ästen. Bei positiven Exponenten sind „linker und rechter Graphenteil“ oder „Arme“ meist passender.
Beispiele:
Typische Merkmale:
Für
mit geradem gilt:
Beispiele:
Typische Merkmale:
Für steigt der Grundgraph von links unten nach rechts oben. Für wird er an der Geraden gespiegelt.
Ein negativer Exponent bedeutet:
Daher darf nicht eingesetzt werden.
Beispiele:
Typische Merkmale:
Beispiele:
Typische Merkmale:
Die Parität beschreibt, ob eine ganze Zahl gerade oder ungerade ist.
Für gerade gilt:
Deshalb besitzen und denselben , solange beide Werte im Definitionsbereich liegen:
Der Graph ist achsensymmetrisch zur -Achse.
Für ungerade gilt:
Für
folgt:
Der Graph ist punktsymmetrisch zum Punkt
Für ganzzahlige Exponenten ergibt sich:
Diese Übersicht ist besonders nützlich, wenn ein Graph einer Formel zugeordnet werden soll.
Die vollständige Parameterwirkung wird später vertieft. Für das Erkennen reichen zunächst zwei Regeln.
Das Vorzeichen von entscheidet, auf welcher Seite von die charakteristischen Graphenteile liegen.
Der Parameter verschiebt den Grundgraphen senkrecht.
Wichtig: verändert die Höhe, aber nicht die Klassifikation „positiv/negativ“ und „gerade/ungerade“.
Für
gilt:
Der Graph beginnt bei
Typische Merkmale:
Achtung: Der Merksatz zu geraden und ungeraden Exponenten gilt nur für ganzzahlige Exponenten.
Es gilt:
Das spricht für einen geraden Exponenten.
Es gilt:
Das spricht für einen ungeraden Exponenten und .
Der fehlende Wert bei zeigt einen negativen Exponenten. Die gleichen Werte bei und zeigen einen geraden Exponenten.
Ein Graph ist zusammenhängend, zur -Achse symmetrisch und liegt oberhalb von .
Eine mögliche Funktion ist:
Begründung:
Ein Graph besitzt zwei Äste auf verschiedenen Seiten von . Die Geraden und sind Asymptoten.
Eine mögliche Funktion ist:
Begründung:
Ein Graph beginnt bei und ist nur für definiert.
Eine mögliche Funktion ist:
Kontrollfrage: Habe ich Vorzeichen, Parität, Definitionsbereich, Symmetrie und Verschiebung getrennt geprüft?
Positiven mit zusammenhängendem Graph verbinden.
Negativen an zwei getrennten Ästen erkennen.
Gerade und ungerade unterscheiden.
Gleiche oder verschiedene Seite der Referenzgeraden bestimmen.
y-Achsensymmetrie oder Punktsymmetrie angeben.
Merkmale aus unterschiedlichen Darstellungen lesen und eine passende Potenzfunktion zuordnen.
z, a und b getrennt lesen.
Werte bei x, -x und gegebenenfalls x=0 vergleichen.
Zusammenhang, Äste, Symmetrie und Asymptoten erkennen.
Eine passende formulieren.
Mit mehreren Wertepaaren oder Merkmalen prüfen.
Vorzeichen von a, Verschiebung durch b und den Sonderfall z=1/2 beim Erkennen berücksichtigen.
Grundausrichtung oder Spiegelung erkennen.
Punkt (0|b) oder horizontale Asymptote y=b zuordnen.
Startpunkt und einseitigen Definitionsbereich feststellen.
Gerade oder ungerade nur auf ganze anwenden.
nicht mit der Exponentenart verwechseln.
Typische sprachliche und mathematische Verwechslungen bei Potenzfunktionen systematisch korrigieren.
Graphenteile und Äste passend verwenden.
, a und nicht verwechseln.
Unzulässige Werte ausschließen.
Werte bei x und -x vergleichen.
Mindestens zwei passende Merkmale nennen.
Eine der Form f(x) = a · oder f(x) = a · + b als Potenzfunktion erkennen.
Prüfe, ob die in einer festen Potenz vorkommt.
Der z ist eine feste Zahl und enthält nicht die x.
Ein konstanter a vor der Potenz ist zulässig.
Auch ein zusätzlicher konstanter b kann in der gegebenen Form vorkommen.
Eine Exponentenstelle oder mehrere verschiedene Potenzen passen nicht zu dieser einfachen Form.
Ordne die der Form a· beziehungsweise a·+b als Potenzfunktion des betrachteten Typs zu.
Eine Potenzfunktion anhand eines typischen Graphen erkennen.
Untersuche Symmetrie, Äste und Verlauf des Graphen.
Je nach kann der Graph durch den Ursprung verlaufen oder dort nicht definiert sein.
Ein nichttrivial gekrümmter Verlauf spricht gegen eine einfache lineare .
Achte auf parabelförmige, wurzelähnliche oder hyperbelartige Verläufe.
Ein konstanter Zusatzterm kann den typischen Verlauf vertikal verschieben.
Ordne den Graphen anhand seiner charakteristischen Potenzform zu.
Eine Potenzfunktion anhand charakteristischer Wertepaare erkennen.
Betrachte mehrere Eingabe- und der Tabelle.
Vergleiche bei positiven und negativen x-Werten mögliche gleiche oder entgegengesetzte .
Prüfe, ob die Werte zu einer festen Potenz von x mit konstantem passen.
Achte darauf, ob alle Werte zusätzlich um denselben Betrag verschoben erscheinen.
Ein einzelnes Wertepaar genügt nicht zur sicheren Zuordnung.
Nenne das erkannte Potenzmuster als Grund für die Zuordnung.
Einen verbal beschriebenen Zusammenhang als Potenzfunktion erkennen.
Bestimme, wie die Ausgangsgröße von der Eingangsgröße beschrieben wird.
Achte auf Aussagen wie proportional zum Quadrat, zur dritten Potenz oder zu einer anderen festen Potenz.
Übersetze die sprachliche Potenzbeziehung in .
Ein zusätzlicher fester wird als a berücksichtigt.
Ein fester Zusatzwert kann als b auftreten.
Ordne den Zusammenhang der Form f(x)=a·+b zu.
Aus einer Potenzfunktionsgleichung eine Wertetabelle erstellen.
Verwende die vorgegebenen oder wähle geeignete x-Werte.
Schreibe die Potenzfunktion vollständig auf.
Berechne zu jedem Argumentwert den zugehörigen .
Beachte die Rechenreihenfolge bei Potenz, und konstantem Zusatzterm.
Trage x und f(x) jeweils in dieselbe Tabellenzeile ein.
Kontrolliere Vorzeichen, Symmetrien und typische Potenzwerte.
Aus einer oder Wertetabelle den Graphen einer Potenzfunktion skizzieren.
Bestimme geeignete Argumentwerte, die den typischen Verlauf sichtbar machen.
Erstelle daraus mehrere Wertepaare.
Wähle eine Skalierung, in der die relevanten Punkte gut sichtbar sind.
Trage die Wertepaare korrekt ein.
Skizziere einen glatten Graphen entsprechend dem Potenztyp und nur im Definitionsbereich.
Kontrolliere Symmetrie, Vorzeichen, Verschiebung und markante Punkte.
Aus geeigneten Wertepaaren eine einfache Potenzfunktionsgleichung bestimmen.
Verwende die für die Aufgabe vorgesehene einfache Form f(x)=a· beziehungsweise a·+b.
Wähle Wertepaare, mit denen sich die unbekannten bestimmen lassen.
Setze die Wertepaare in die Modellform ein.
Löse die entstehenden einfachen nach a und gegebenenfalls b auf.
Setze die bestimmten in die Potenzfunktion ein.
Kontrolliere die an einem weiteren gegebenen Wertepaar.
Wertetabelle(f,-3,3,1)
Asymptote(h)
Asymptote(p)
Zuerst Vorzeichen und Parität des Exponenten händisch bestimmen. GeoGebra dient danach zur Kontrolle und zum Vergleich.