Umkehrfunktionen
Kompetenzcode: FA 1.11
Eine ordnet einem Eingabewert einen Ausgabewert zu.
Zum Beispiel:
Für
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Lies die Erklärung in Ruhe durch und nutze anschließend die Schrittlisten, um das Vorgehen sicher anzuwenden.
Kompetenzcode: FA 1.11
Eine ordnet einem Eingabewert einen Ausgabewert zu.
Zum Beispiel:
Für
So gehst du vor
Öffne die passende Liste und arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
Eine Umkehrfunktion als verstehen, die eine eindeutige Zuordnung rückgängig macht.
Erkennen, welcher Eingabewert durch f welchem Ausgabewert zugeordnet wird.
Aus f(a)=b die umgekehrte Zuordnung f⁻¹(b)=a formulieren.
Verstehen, dass die Umkehrfunktion die Wirkung der ursprünglichen rückgängig macht.
f⁻¹(x) nicht mit 1/f(x) verwechseln.
Verstehen, dass f⁻¹ nach f wieder zum ursprünglichen zulässigen Eingabewert führt.
Prüfen, ob eine im betrachteten Definitionsbereich eindeutig umkehrbar ist.
Nächster Schritt
Starte eine Aufgabensammlung, speichere deinen Fortschritt und hole dir bei Bedarf schrittweise Unterstützung.
erhalten wir:
Die Umkehrfunktion stellt nun die umgekehrte Frage:
Welcher ursprüngliche -Wert führte zum Ergebnis ?
Die Antwort ist:
Eine Umkehrfunktion macht also die Zuordnung einer Funktion wieder rückgängig.
Ist eine Funktion eindeutig umkehrbar, wird ihre Umkehrfunktion mit
bezeichnet.
Es gilt sinngemäß:
Die Umkehrfunktion vertauscht also Eingabe und Ausgabe.
Wenn
dann gilt:
Die Schreibweise
bedeutet Umkehrfunktion.
Sie bedeutet nicht:
Diese beiden Ausdrücke sind im Allgemeinen völlig verschieden.
Beispiel:
Die Umkehrfunktion ist:
Der Kehrwert wäre dagegen:
Also:
im Allgemeinen.
Damit eine Funktion eindeutig umkehrbar ist, darf ein nicht von mehreren verschiedenen Eingabewerten erzeugt werden.
Anders formuliert:
Jeder betrachtete -Wert darf höchstens einem -Wert zugeordnet sein.
Eine solche Funktion nennt man injektiv.
Betrachten wir:
Für verschiedene -Werte entstehen verschiedene Funktionswerte.
Zum Beispiel:
Kein Ausgabewert wird doppelt erreicht.
Die Funktion ist auf
eindeutig umkehrbar.
Betrachten wir:
auf
Dann gilt:
und gleichzeitig:
Der Wert besitzt also zwei mögliche ursprüngliche Eingabewerte.
Wenn man die Zuordnung umkehren wollte, müsste man fragen:
oder
Das ist nicht eindeutig.
Deshalb besitzt
auf ganz keine Umkehrfunktion im üblichen Sinn.
Manchmal kann eine zunächst nicht umkehrbare Funktion durch eine geeignete Einschränkung des Definitionsbereichs umkehrbar gemacht werden.
Für
wählen wir zum Beispiel:
Dann ist jeder Funktionswert eindeutig einem nichtnegativen -Wert zugeordnet.
Die Umkehrfunktion lautet dann:
mit
Auch am Graphen kann man erkennen, ob eine Funktion eindeutig umkehrbar ist.
Dazu denkt man sich waagrechte Geraden.
Schneidet jede waagrechte Gerade den Graphen höchstens einmal, ist die Funktion im betrachteten Bereich eindeutig umkehrbar.
Schneidet eine waagrechte Gerade den Graphen mehrfach, erhält derselbe Funktionswert mehrere verschiedene -Werte.
Dann ist die Funktion dort nicht eindeutig umkehrbar.
Betrachten wir:
Gesucht ist:
Wir gehen schrittweise vor.
Aus
machen wir:
Da Eingabe und Ausgabe umgekehrt werden, vertauschen wir und :
Nun lösen wir nach auf:
Damit:
Wir erhalten:
Damit ist die Umkehrfunktion bestimmt.
Die Ausgangsfunktion lautet:
Die Umkehrfunktion lautet:
Wir setzen in die Umkehrfunktion ein:
Vereinfachen:
Die Umkehrfunktion macht die ursprüngliche Zuordnung tatsächlich rückgängig.
Wir können auch umgekehrt prüfen:
Einsetzen:
Vereinfachen:
Damit gilt auf den passenden Bereichen:
und
Gegeben:
Wir schreiben:
Vertauschen:
Nach auflösen:
Damit:
Gegeben:
mit
Wir schreiben:
Vertauschen:
Nach auflösen.
Da wegen des ursprünglichen Definitionsbereichs nur
relevant ist, gilt:
Daher:
Aus
könnte algebraisch zunächst
entstehen.
Aber eine Funktion darf jedem Eingabewert nur einen Funktionswert zuordnen.
Außerdem wurde die ursprüngliche Funktion auf
eingeschränkt.
Deshalb verwenden wir:
Die Umkehrfunktion vertauscht die Rollen von und .
Ein Punkt
auf dem Graphen von wird deshalb zum Punkt
auf dem Graphen von .
Beispiel:
Wenn
auf dem Graphen von liegt, dann liegt
auf dem Graphen von .
Das Vertauschen der Koordinaten
entspricht geometrisch einer Spiegelung an der Geraden
Daher gilt:
Der Graph einer Funktion und der Graph ihrer Umkehrfunktion sind Spiegelbilder an der Geraden .
Gegeben:
Die Umkehrfunktion lautet:
Ein Punkt des ursprünglichen Graphen ist:
Denn:
Auf dem Graphen der Umkehrfunktion liegt daher:
Tatsächlich:
Eine Funktion besitzt eine Definitionsmenge.
Sie enthält die erlaubten Eingabewerte.
Wir schreiben:
Außerdem besitzt eine Funktion eine Wertemenge.
Sie enthält die tatsächlich möglichen Ausgabewerte.
Wir schreiben zum Beispiel:
Da Eingabe und Ausgabe ihre Rollen wechseln, gilt:
und
Das ist ein zentraler Zusammenhang.
Betrachten wir:
mit
Auch die möglichen Funktionswerte sind:
Die Umkehrfunktion lautet:
Damit:
und
Gegeben sei:
Dann gilt:
und
Die Umkehrfunktion ist die natürliche Logarithmusfunktion:
Daher:
und
Man erkennt:
und
Die Frage
Ist diese Funktion umkehrbar?
ist oft unvollständig.
Man muss genauer fragen:
Ist diese Funktion auf dem betrachteten Definitionsbereich umkehrbar?
Beispiel:
Auf
ist sie nicht eindeutig umkehrbar.
Auf
ist sie eindeutig umkehrbar.
Auch auf
könnte man sie eindeutig umkehren.
Dann wäre die Umkehrfunktion jedoch:
Der gewählte Definitionsbereich ist also entscheidend.
Gegeben:
Die Funktion ist linear mit einer von null verschiedenen .
Verschiedene -Werte liefern verschiedene Funktionswerte.
Sie ist auf
eindeutig umkehrbar.
Vertauschen:
Nach auflösen:
Also:
Für die Ausgangsfunktion:
Daher:
Die beiden Graphen sind Spiegelbilder an
Falsch:
Die Umkehrfunktion macht eine Zuordnung rückgängig.
Nicht jede Funktion besitzt auf ihrem gesamten Definitionsbereich eine eindeutige Umkehrfunktion.
Beispiel:
auf
Nach dem Vertauschen muss die Gleichung wieder nach aufgelöst werden.
Bei
entscheidet der gewählte Definitionsbereich darüber, ob und welche Umkehrfunktion entsteht.
Beim Übergang von zu gilt:
und
Funktion und Umkehrfunktion werden an
gespiegelt.
Nicht an der -Achse und nicht an der -Achse.
Gegeben:
Funktionsgleichung mit schreiben.
und vertauschen.
Nach auflösen.
Schreiben:
Definitions- und Wertemengen vertauschen.
Bei Bedarf kontrollieren:
und
auf den jeweils zulässigen Bereichen.
Die Umkehrfunktion macht eine eindeutige Zuordnung rückgängig:
Die Graphen von und sind Spiegelbilder an
und
Merke:
Eine Umkehrfunktion vertauscht Eingabe und Ausgabe.
Deshalb müssen Zuordnung, Graph sowie Definitions- und Wertemenge konsequent umgedreht werden.
Vor der Prüfung klären, auf welchem Bereich die betrachtet wird.
Prüfen, ob zwei verschiedene Eingaben denselben liefern können.
Kontrollieren, ob eine waagrechte Gerade den Graphen mehr als einmal schneidet.
Nur bei eindeutiger Rückzuordnung eine Umkehrfunktion auf diesem Bereich annehmen.
Bei geeigneten einen Teil des Definitionsbereichs wählen, auf dem die Zuordnung eindeutig wird.
Zu einer geeigneten die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion algebraisch bestimmen.
Aus f(x) die y=f(x) bilden.
x und y austauschen, weil Eingabe und Ausgabe ihre Rollen wechseln.
Die vertauschte algebraisch nach y umformen.
Den erhaltenen als f⁻¹(x) anschreiben.
Bei Bedarf f⁻¹(f(x)) beziehungsweise f(f⁻¹(x)) auf dem zulässigen Bereich prüfen.
Den Graphen der Umkehrfunktion als Spiegelung des Funktionsgraphen an y = x deuten.
Einen Punkt (a|b) des ursprünglichen Funktionsgraphen betrachten.
Für die Umkehrfunktion den Punkt (b|a) bilden.
Das Vertauschen der Koordinaten als Spiegelung an y=x deuten.
Entsprechende Punkte und den Verlauf beider Graphen gegenüberstellen.
Prüfen, ob beide Graphen tatsächlich spiegelbildlich zur Geraden y=x liegen.
Beim Übergang zur Umkehrfunktion Definitionsmenge und Wertemenge korrekt vertauschen.
Festhalten, welche Werte als Eingaben der Ausgangsfunktion erlaubt sind.
Festhalten, welche Ausgaben die Ausgangsfunktion tatsächlich annehmen kann.
D(f⁻¹)=W(f) verwenden.
W(f⁻¹)=D(f) verwenden.
Prüfen, ob der der Umkehrfunktion zu den vertauschten Mengen passt.